Gaza: Hilfe unter anhaltend schwierigen Bedingungen
Das SOS-Kinderdorf-Camp in Khan Yunis im Süden des Gazastreifens bleibt ein zentraler Zufluchtsort für Familien, die weiterhin unter den Folgen des Krieges leben. Nach der Zerstörung des SOS-Kinderdorfs in Rafah fanden Kinder, Familien und Mitarbeitende hier Schutz. Derzeit leben 109 Menschen im Camp, darunter 51 Kinder, 13 Betreuende und fünf Mitarbeitende. Die Versorgung bleibt herausfordernd: Viele Familien leiden unter einem akuten Mangel an Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser sowie Hygiene- und Sanitärartikeln und anderen lebenswichtigen Gütern.
Kinder werden durch wiederholte Vertreibungen, überfüllte Unterkünfte und fehlende sichere Orte zum Spielen in ihrer körperlichen und psychischen Gesundheit beeinträchtigt. Der Mangel an Hygiene- und Sanitärmaterialien trägt zudem zur Ausbreitung von Krankheiten bei. Angst, Gewalt, Unsicherheit und Instabilität prägen den Alltag vieler Kinder und haben erhebliche Auswirkungen auf ihre emotionale Entwicklung und ihr Wohlbefinden.
Unser Team im Gazastreifen leistet weiterhin humanitäre Nothilfe und unterstützt Kinder und Familien. Seit Anfang 2026 sind alle Programme in Gaza in ein umfassendes Nothilfeprogramm überführt worden, das inzwischen mehr als 70.000 Binnenvertriebene, darunter über 32.000 Kinder, erreicht.
Stand: 17.07.2026