Inklusion in der Kita
„Besonders sein ist nichts Besonderes.“ – Mit diesem Satz bringen Fachkräfte der SOS-Kita in Stuttgart ihre Haltung auf den Punkt: Inklusion bedeutet nicht, dass einzelne Kinder herausstechen, sondern dass Vielfalt selbstverständlich ist.
Doch wie lässt sich dieser Anspruch im pädagogischen Alltag wirklich leben? Welche Strukturen und welche Haltung braucht es, damit Kinder mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen – ob sichtbar oder nicht – miteinander wachsen können? Und wie können Fachkräfte trotz begrenzter Ressourcen erste Schritte in Richtung Inklusion gehen?
Zu Gast: Brandie-Lee Hansen und Dorka Hirstein
„Jedes Kind soll sich bei uns wohlfühlen – unabhängig von Sprache, Hintergrund oder Beeinträchtigung. Unterschiedlichkeiten sind normal und haben ihren Platz im Alltag.“ (Brandie-Lee Hansen)
In Folge sechs unseres Podcasts „Alles Pädagogik!“ spricht Host Carolin Blasi mit Kita-Leitung Brandie-Lee Hansen und Inklusionsfachkraft Dorka Hirstein aus dem SOS-Kinderdorf Stuttgart über Inklusion im Kita-Alltag. Von der „Gebärde der Woche“ über einfühlsame Elternarbeit bis hin zur sensiblen Begleitung von Spiel- und Alltagssituationen wird deutlich: Inklusion beginnt im Kleinen und es lohnt sich, diesen Weg zu gehen.
Fachkräfte wirken hier als „Brückenbauer*innen“: Sie unterstützen Kinder dabei, sich auszudrücken, wenn beispielsweise das sprachliche Vermögen eingeschränkt ist, und fördern Interaktionen zwischen den Kindern.
Für den Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten oder unterschiedlichen Entwicklungsvoraussetzungen braucht es einerseits Struktur, andererseits aber auch Freiräume. Diese Balance zu halten und Inklusion trotz aller Herausforderungen täglich zu leben, ist ein ständiger Prozess.
Umso mehr kommt es darauf an, als Team an einem Strang zu ziehen, Reflexionsräume zu schaffen, sich Unsicherheiten und Berührungsängste zuzugestehen und darüber im Austausch zu bleiben.