Zum Warenkorb 0

Zum Warenkorb hinzugefügt:

Schutzgebühr:

Zum Warenkorb
Kinder im Blick - Kurse für Kinder und geschiedene Eltern
Zusammen auf Abstand

Wie kommen Sie als Paar durch die Pandemie?

Corona-Krise – das bedeutet Existenzangst, Lagerkoller, finanzielle Probleme, Sorgen um die eigene Gesundheit und die der Angehörigen. Außerdem sind Beruf und Familie noch schwerer vereinbar als in normalen Zeiten. Wir erleben zur Zeit eine nie dagewesene Ausnahmesituation und sind dadurch sehr gestresst. Kein Wunder, dass sich das auch auf Paarbeziehungen auswirkt. Was heißt das konkret? Was ist anders für Paare in Zeiten der Pandemie.

„Flucht oder Angriff – das Gehirn im Stressmodus“

Machen Sie sich klar, dass beide, Sie und Ihr Partner oder Ihre Partnerin, in einer Stress-Situation sind. Die Corona-Krise wird von unserem Gehirn als Gefahr wahrgenommen. Dafür kennt es zwei Antworten: Angriff oder Flucht. Weglaufen geht gerade nicht, also bleibt Angriff übrig. Das heißt: Wir sind gereizter als normalerweise, und unsere Aggression kann sich auch mal gegen den Partner richten. Trotzdem wird das Problem dadurch nicht gelöst, der Stress bleibt bestehen. Unser Gehirn ist also in einem dauernden Notfallmodus. Wenn wir das wissen, gewinnen wir dadurch etwas Kontrolle zurück.

Wichtig ist auch zu wissen: Menschen gehen unterschiedlich mit Stress-Situationen um. Manche nehmen eine Krise eher locker hin, andere werden überaktiv, wieder andere verfallen in Schockstarre oder reagieren depressiv, manche werden panisch. Nichts davon ist erst einmal richtig oder falsch. Es sind einfach individuelle Verhaltensweisen.

Welcher Stress-Typ sind Sie? Wenn Sie merken, dass negative Gefühle in Ihnen aufsteigen, versuchen Sie innerlich einen Schritt zurückzutreten, tief ein- und wieder auszuatmen und festzustellen, was in Ihnen los ist: Habe ich gerade Angst? Wusele ich herum wie ein aufgescheuchtes Huhn, um mich von meinen Gefühlen abzulenken? Würde ich am liebsten nur um mich schlagen oder schreien? Und dann akzeptieren Sie das Gefühl, so wie es ist. Wir alle leben zur Zeit in einer Ausnahmesituation, da ist es verständlich, wenn man starke Stressreaktionen zeigt.

Versuchen Sie dann, Ihrem Partner zu erklären, was mit Ihnen los ist. Sagen Sie z.B.: „Ich würde mich am liebsten ins Bett legen, die Decke über den Kopf ziehen und nie wieder rauskommen. Aber ich habe das Gefühl, dass ich immer funktionieren muss und eigentlich nicht mal weinen darf. Das stresst mich sehr.“ Wenn Sie es schaffen, von sich zu erzählen statt ihm Vorwürfe zu machen, machen Sie es Ihrem Partner leichter, Sie zu verstehen und für Sie da zu sein.

Haben Sie auch umgekehrt für seine individuelle Stress-Reaktion Verständnis und kritisieren Sie sie nicht. Versuchen Sie für Ihren Partner da zu sein und legen Sie nicht alles auf die Goldwaage. Gemeinsam kommen Sie besser durch die Krise.

Wir sind für Sie da!

Wenn Sie im Großraum Berlin wohnen und das Gefühl haben, Sie brauchen Hilfe, um Ihre Probleme zu lösen – wir sind für Sie da! Auch jetzt.

Telefonisch erreichen Sie die Erziehungs- und Familienberatung montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr unter 030-568910-0, per E-Mail unter fz-berlin@sos-kinderdorf.de.

Unsere Serie „Zusammen auf Abstand – wie kommen Sie als Paar durch die Pandemie?“ geht am nächsten Freitag weiter.

Sie finden unsere Serie auch auf Facebook.

So erreichen Sie uns

SOS-Familienzentrum Berlin
Einrichtungsleitung: Thomas Walter

Alte Hellersdorfer Straße 77
12629 Berlin

Telefon: 030 568910-0*
Fax: 030 568910-10

E-Mail an uns: fz-berlin@sos-kinderdorf.de

*Unser Telefon ist besetzt: 
Montag bis Freitag von 9.00 bis 12.00 und 13.30 bis 17.30 Uhr 

Nachricht senden