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Spezielle Unterstützung für besonders junge Straßenjugendliche

Flexible Begleitung

Immer wieder kommen junge Menschen in die Freiburger StraßenSchule, die noch besonders jung sind. Manche von ihnen leben
auf der Straße
. Andere sind
Sofahopper
oder es ist absehbar, dass ihre Wohnsituation zu Hause zu eng und zu belastet wird. Eine Straßenkarriere rückt als letzter Ausweg immer näher... In solchen Situationen geht es ums pure Überleben. Typisch jugendliche Dinge stehen dann oft hinten an
Lernen, streiten, träumen, scheitern, unvernünftige Sachen machen, von Erwachsenen ausgebremst werden – all das sind aber wichtige Erfahrungen, die junge Menschen machen müssen, um später selbständig und selbstbewusst durchs Leben zu gehen.
Straßenjugendliche haben oft kaum noch verlässliche Bindungen. Sie brauchen aber Bezugspersonen, die sie in dieser Lebensphase sicher begleiten. Deshalb machen Mitarbeiter*innen der Freiburger StraßenSchule auch ganz individuelle Einzelfallbegleitungen.

Im Blick: das Selbständig-Werden

In Zusammenarbeit mit der Stadt Freiburg haben wir im Rahmen der Jugendhilfe verschiedene sogenannte Leistungsvereinbarungen entwickelt, um junge Menschen in prekären Lebenssituationen so flexibel und effektiv wie möglich zu unterstützen (§§27/41 i.v.m. §§30,35 SGB VIII §8,16 SGB VIII). Idealerweise werden Straßenkarrieren so bereits von Vornherein vermieden. 
Es geht zum Beispiel darum: 
  • lernen, was es braucht, um selbstständig zu werden
  • Entwicklungsprobleme bewältigen
  • Struktur und Orientierung im Alltag finden
  •  wohnen lernen
  • ein soziales Netzwerk aufbauen
  • Kontakt zur Familie wiederherstellen oder erhalten
... hinzu kommt eine Vielzahl an Herausforderungen, wie den Umgang mit Geld lernen, den Tag organisieren zu lernen, rücksichtsvoll mit Nachbar*innen oder Mitbewohner*innen zu sein oder mit eigenen Ängsten besser umzugehen. Wir beraten und begleiten die Jugendlichen 1:1 und sehr individuell – unabhängig davon, ob sie auf der Straße leben, (noch) Wohnraum haben oder gerade in eins unserer Wohnprojekte eingezogen sind.
Wenn es nötig ist, bestimmte Hilfeleistungen zu beantragen, schätzen wir für das Jugendamt ein, welche Risiken sich für die jungen Menschen durch ihre Lebenssituation ergeben und was sie brauchen, um sie abzuwenden. Das tun wir – natürlich – immer in Absprache mit den Straßenjugendlichen selbst.

Flexible Begleitung

B.A. Soziale Arbeit

Marcel Singler & Kolleg*innen

Marcel.Singler@sos-kinderdorf.de