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Anlaufstelle Freiburger Straßenschule
Anlaufstelle

Ein sicherer Rückzugsort für junge Obdachlose in Freiburg

Rund um die Uhr auf der Straße zu sein ist unsicher und anstrengend. Wie soll man da einen klaren Gedanken fassen und Entscheidungen für die eigene Zukunft treffen?

Unsere Anlaufstelle ist ein geschützter Ort, an dem wohnungslose junge Menschen einen Moment durchatmen und ihre Dinge regeln können, ohne dass ihr Privatleben für die Vorbeigehenden auf der Straße sichtbar ist. Hier recherchieren sie Wohnungsanzeigen, waschen ihre Wäsche und lassen sich beraten. Es wird in Gemeinschaft eingekauft, gekocht und gegessen. Dabei ist jede Mahlzeit wie ein eigenes kleines Projekt, das fit macht für einen selbstorganisierten Alltag: die Arbeit untereinander verteilen, korrekt abrechnen, gesund essen und erleben, wie schön es ist, wenn jemand sagt: »Deine Spaghetti schmecken wunderbar!«

Das machen junge Obdachlose in der Anlaufstelle:

  • duschen und Wäsche waschen
  • zusammen kochen und essen
  • W-lan und Telefon nutzen
  • eine Postersatzadresse oder ein Schließfach einrichten
  • unbürokratische Hilfe rund um Finanzen, Wohnen, Ausbildung, Sucht, Strafverfahren, Gesundheit u.ä.m. in Anspruch nehmen
  • in Kontakt zu unserer mobilen psychologischen Hilfe kommen
  • Kunst oder Musik machen im Kreativraum „Galerie UpArt
  • sich um einen Platz in einem unserer Wohnprojekte bewerben
  • spielen, Musik hören, ausruhen
  • mit jemandem über die eigene Zukunft, Ideen und Wünsche sprechen

„Hier darf ich endlich mal jung sein!“

Wer als junge*r Obdachlose*r auf der Straße lebt, überspringt die Zeit der Jugend in gewisser Weise. Denn hier geht es ständig ums Überleben, Organisieren, sich versorgen. Umso wichtiger ist es, einen Rückzugsort zu haben, an dem man einfach mal jung sein darf, laut Musik hören, Plakate aufhängen und sich im Austausch mit Gleichaltrigen, weiterentwickeln kann.

Gesundheit, Geld, Recht – und Zukunftspläne

Und natürlich stehen hier die Sozialarbeiter*innen der Freiburger StraßenSchule zur Verfügung, zusammen mit ehrenamtlich engagierten Ärzt*innen, Jurist*innen und einem Banker. Sie beraten die Straßenjugendlichen rund um Behördenangelegenheiten, rechtliche Fragen oder Schulden und kümmern sich um die medizinische Versorgung. Denn alleine eine Arztpraxis aufzusuchen, ist für viele der wohnungslosen jungen Menschen eine große Hürde.

»Die Anlaufstelle der Freiburger StraßenSchule – das ist sowas wie Familie.«
 

Straßenjugendliche in Freiburg

Andocken an ein breites Unterstützungsnetzwerk

Wenn wohnungslose Jugendliche oder junge Erwachsene in die Anlaufstelle der Freiburger StraßenSchule kommen, hatten sie oft schon mehrere gute Gespräche mit unseren Mitarbeiter*innen auf der Straße. Der Schritt in die Anlaufstelle ist dann der Beginn einer vertrauensvollen Beziehung – und eines längeren Weges, den wir zusammen gehen.

Wie der aussieht, ist so unterschiedlich wie die Menschen hier.

Anlaufstelle

Sabine Risch