Warum SOS-Kinderdorf auf den Philippinen tätig ist
Die Bevölkerung der Philippinen ist jung: 30 Prozent sind unter 14 Jahre alt. Die Politik der Regierung hat das Leben der Kinder verbessert, so ist beispielsweise die Kindersterblichkeitsrate deutlich gesunken. Dennoch haben sie weiterhin mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. Zehntausende Kinder werden durch bewaffnete Konflikte vertrieben und sind von Naturkatastrophen betroffen. Darüber hinaus haben viele die elterliche Fürsorge verloren. Fast 600.000 Kinder zwischen fünf und 17 Jahren müssen unter gefährlichen Bedingungen arbeiten.
Armut
Trotz positiver wirtschaftlicher Entwicklungen haben die Veränderungen die Armut nicht verringert, und über 20 Prozent der Bevölkerung leben weiterhin unter der nationalen Armutsgrenze. Darüber hinaus ist der geschaffene Wohlstand ungleich verteilt. Der Mangel an Möglichkeiten zwingt viele Menschen dazu, ins Ausland zu gehen, rund zwei Millionen arbeiten im Ausland. Das Geld, das sie nach Hause schicken, leistet einen wichtigen Beitrag zur Volkswirtschaft.
Vertriebene
Die Menschen auf den Philippinen haben in den letzten Jahrzehnten viele soziale, politische und wirtschaftliche Veränderungen erlebt. Auch bewaffnete Konflikte haben das Leben vieler geprägt; jahrzehntelange Kämpfe gegen separatistische Gruppen und Guerillas haben Tausende Menschenleben gefordert, viele weitere Menschen vertrieben und ihre Entwicklungschancen eingeschränkt. Infolge des Konflikts in der Region Marawi auf der zweitgrößten Insel Mindanao wurden 85.000 Menschen vertrieben, und viele leben noch immer in Übergangsunterkünften.