Warum SOS-Kinderdorf in Jordanien tätig ist
Mehr als ein Drittel der jordanischen Bevölkerung ist unter 18 Jahre alt, das heißt, es gibt 4,3 Millionen Kinder. Armut prägt nach wie vor das Leben vieler Menschen. Kinder aus einkommensschwachen Familien sind oft gezwungen, zu arbeiten, was dazu führt, dass sie die Schule abbrechen. Kinder, die als Geflüchtete in Jordanien leben, sind besonders gefährdet: Mehr als 80 Prozent leben unterhalb der Armutsgrenze.
Kinderarbeit
Von den 150.000 Kindern, die in Jordanien Kinderarbeit verrichten, arbeitet über die Hälfte in gefährlichen Umgebungen. Dazu gehören die Arbeit auf der Straße, die Bedienung gefährlicher Maschinen und das Heben schwerer Lasten. Armut ist einer der Hauptgründe, warum Kinder arbeiten müssen. Die meisten brechen schließlich die Schule ab. Kinderarbeit raubt den Kindern das Recht auf Bildung und ihre Kindheit.
Armut
Die Armut in Jordanien ist groß: 16 Prozent der jordanischen Bevölkerung leben unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Fast jede vierte Person ist arbeitslos. Armut ist vor allem in ländlichen Gebieten zu finden, wo die Haushalte größer sind und es weniger Möglichkeiten gibt, den Lebensunterhalt zu verdienen. Für Kinder aus Familien, die als Geflüchtete nach Jordanien gekommen sind, ist das Problem deutlich größer: Über 80 Prozent leben unterhalb der nationalen Armutsgrenze.