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Asien

SOS-Kinderdorf in Israel

Raketenangriff auf Israel

Die Raketenangriffe des Irans auf Israel am 14. April haben bei den Kindern und Jugendlichen im SOS-Kinderdorf Arad großen Schrecken ausgelöst. Die Kinder und Betreuer*innen konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. „Plötzlich sahen wir einen Lichterregen am Himmel, gefolgt von einem gewaltigen Knall“, sagt Bat El, eine Betreuerin von SOS-Kinderdorf Israel. „Das war der Moment, in dem die Raketen abgefangen wurden. Wir liefen ins Haus, weckten alle Kinder auf und rannten gemeinsam in den Schutzraum.“ Dort verweilten sie bis zum nächsten Morgen.
Außerhalb von Arad wurde ein 7-jähriges Mädchen, das von SOS-Kinderdorf betreut wurde, von Granatensplittern verletzt. Es befindet sich auf der Intensivstation. Die Kinder im SOS-Kinderdorf Arad leben seit der Nacht in Angst und mit einem Gefühl der Unsicherheit. Sie werden psychologisch betreut.
Stand: 18.04.2024

Warum SOS-Kinderdorf in Israel tätig ist 

Seit 1977 unterstützt SOS-Kinderdorf in Israel Kinder und Jugendliche, die ohne elterliche Betreuung aufwachsen müssen oder Gefahr laufen, diese zu verlieren.
In Israel gibt es etwa 2,5 Millionen Kinder, d. h. fast 30 Prozent der Gesamtbevölkerung sind unter 14 Jahre alt. Diese Kinder leben in einer einkommensstarken Wirtschaft und genießen eine hohe Qualität der Bildung, die bis zum Alter von 17 Jahren obligatorisch ist. Israel befindet sich jedoch inmitten eines anhaltenden Konflikts, und Kinder sind von Gewalt betroffen. Darüber hinaus leidet das Land unter einer weitverbreiteten Einkommens- und Geschlechterungleichheit, von deren Folgen die Kinder besonders betroffen sind.

Armut


Obwohl Israel eine starke Wirtschaft entwickelt hat, leben immer noch viele Menschen in Armut und sind von sozialer Ausgrenzung betroffen. Über zehn Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze, womit das Land zu den ärmsten der OECD-Länder gehört. Kinder sind von diesen harten Lebensbedingungen noch stärker betroffen, denn viele von ihnen wachsen in Armut auf. Aufgrund der großen Einkommensungleichheit in der Bevölkerung sind auch andere Bereiche des Wohlbefindens betroffen, mit großen Ungleichheiten bei Bildung, Gesundheit und Lebenszufriedenheit.

Gewalt und Ungewissheit


Israel stand in den letzten Jahrzehnten im Mittelpunkt von Konflikten. Die dadurch verursachte Gewalt und Instabilität hat verheerende Folgen für Kinder. In den letzten zwei Jahrzehnten wurden in der Region etwa 2.300 Kinder getötet. Kinder sind nicht nur von den direkten Folgen des Konflikts betroffen, da sie keinen Zugang zu sauberem Wasser, Unterkunft und Nahrung haben und in Angst leben. Sie leiden auch unter den Langzeitfolgen, zum Beispiel durch ein posttraumatisches Stresssyndrom.

Israel

Israel ist ein Land in Westasien mit rund zehn Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. Tel Aviv ist das wirtschaftliche und technologische Zentrum und Jerusalem die nicht anerkannte Hauptstadt. Es ist ein Land mit hohem Einkommen. Touristinnen und Touristen werden wegen der zahlreichen historischen und religiösen Stätten angezogen. Israel grenzt an Ägypten, Jordanien, den Libanon, Syrien und die palästinensischen Gebiete im Westjordanland und im Gazastreifen. Es hat gemeinsame Seegrenzen mit Zypern. Alle diese Länder waren oder sind von Instabilität und Gewalt betroffen. Das Leben von Kindern und Familien in der Region ist ständig von diesen Konflikten geprägt.

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