Warum SOS-Kinderdorf in Aserbaidschan tätig ist
In Aserbaidschan sind mehr als ein Viertel der Bevölkerung Kinder unter 18 Jahren. Trotz eines relativ stabilen wirtschaftlichen Umfelds stellt die Armut eine große Herausforderung für Familien in ländlichen Gebieten dar. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung lebt in Armut. Arbeitslosigkeit ist eine der Hauptursachen dafür. Infolgedessen lebt schätzungsweise ein Drittel der Kinder weiterhin unterhalb der Armutsgrenze und eines von fünf Kindern ist unterernährt.
Ungleichheit
Die Ungleichheit der Geschlechter ist ein ernstes Problem in Aserbaidschan, wo Mädchen als weniger wertvoll angesehen werden als Jungen. Durch eine Gesetzesänderung wurde die Heirat unter 18 Jahren verboten. Das Mindestheiratsalter kann jedoch in einigen Fällen herabgesetzt werden. Folglich werden mehr als zehn Prozent der Mädchen vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet. Die frühe Verheiratung ist einer der Hauptgründe dafür, dass Mädchen nicht zur Schule gehen können. Ihre Förderung ist aber eine der besten Lösungen zur Überwindung der Armut.
Fehlende Bildung
Die versteckten Kosten für den Schulbesuch, einschließlich Büchern und Uniformen, sowie die schlechte Bildungsinfrastruktur und -qualität halten viele Familien davon ab, ihre Kinder in die Schule einzuschreiben. Darüber hinaus können Kinder, die nicht zur Schule gehen, eine weitere Einnahmequelle für die Familie sein. Mehr als fünf Prozent der Kinder im Alter von fünf bis 14 Jahren sind von Kinderarbeit betroffen.