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Hof und Traktor: SOS-Hof Bockum
Von Aufnahmeverfahren bis Zielsetzung

Fachinformationen

Menschen mit Behinderung ein Zuhause bieten, wo sie sich wohl fühlen und einen Arbeitsplatz, an dem sie gebraucht werden – das sind die wichtigsten Ziele von SOS-Hof Bockum.

Fachinformationen

Zielsetzung

Unser Ziel ist es, den Betreuten einen Lebensraum zu bieten, in dem sie sich wohlfühlen. Außerdem möchten wir ihnen ein Umfeld bieten, das für ihre Entwicklung förderlich ist. Das Aussehen der Einrichtung mit ihren Gebäuden und Anlagen sowie die differenzierte Integration in die umliegenden Orte ordnen sich diesem Ziel unter. Alle Hilfeangebote orientieren sich an den individuellen Bedürfnissen der behinderten Menschen und am jeweiligen fachlichen Erkenntnisstand.

Individuelles Hilfeangebot

Gemeinsam mit jedem Betreuten stimmen wir ein individuelles Hilfeangebot ab. Seine Bestandteile fördern die Selbständigkeit, die Lebenszufriedenheit sowie die soziale und praktische Kompetenz des behinderten Menschen. Alle Betreuten erhalten die von ihnen benötigte und gewünschte Unterstützung, um an einem möglichst, normalen und selbstbestimmten Leben in der Gesellschaft teilzuhaben. Als Maßstab gelten dabei die in unserem Kulturkreis üblichen Werte und Normen.

Wichtigstes Ziel: Beziehungsgestaltung

Als wichtigstes pädagogisches Ziel sehen wir die Beziehungsgestaltung nach sozialtherapeutischen Gesichtspunkten. Es sind die Beziehungen der Menschen untereinander, das Leben in der Gemeinschaft und die Beziehung zur Umwelt, die Persönlichkeitsentwicklung möglich machen. Hierzu gehören natürlich auch die Eltern, die Angehörigen und sonstigen bisherigen Bezugspersonen, die so weit wie möglich in das Leben der Betreuten in SOS-Hof Bockum mit einbezogen werden.

Zielgruppe

SOS-Hof Bockum bietet stationäre, teilstationäre Hilfe und ambulante Hilfen für Menschen mit einer wesentlichen geistigen Behinderung (gemäß § 53 SGB XII). Wir nehmen Männer und Frauen auf, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Das Hilfeangebot besteht für:

  • Menschen mit geistiger Behinderung
  • Menschen mit Mehrfachbehinderung, bei denen die geistige Behinderung im Vordergrund steht
  • Menschen mit Lernbehinderungen
Aufnahmeverfahren

Sie interessieren sich für das Leben in der Einrichtung SOS-Hof Bockum und möchten wissen, wie das Aufnahmeverfahren abläuft?

Behinderte Menschen, die einen Wohnplatz und/oder Arbeitsplatz in SOS-Hof Bockum suchen, sollten zunächst einen Aufnahmeantrag stellen. 

In der Regel findet bald darauf ein Vorstellungsgespräch statt. Im Rahmen dieses Kennenlerngespräches versuchen wir mit den Beteiligten zu klären,  ob SOS-Hof Bockum dem behinderten Menschen ein Hilfeangebot machen kann, das seinem individuellen Bedarf entspricht.

Optimale Betreuung

Sobald wir uns sicher sind, einen behinderten Menschen gut betreuen und fördern zu können und wir eine Aufnahmezusage machen können, müssen die Eltern oder die Betreuer des Bewerbers mit dem zuständigen Sozialamt und der zuständigen Agentur für Arbeit klären, ob die Kosten für den geplanten Aufenthalt und/oder einen Arbeitsplatz in der WfbM übernommen werden. Sobald dann ein Wohn-/Arbeitsplatz zur Verfügung steht, können wir den behinderten Menschen aufnehmen.
Die ersten vier Wochen in SOS-Hof Bockum werden als Probezeit betrachtet. Erst danach entscheiden wir über einen längerfristigen oder unbefristeten Aufenthalt und schließen einen Wohn- und Betreuungsvertrag ab.

Aufnahmeantrag

Arbeitsweise, Beteiligung und Qualitätssicherung

Die Arbeit in SOS-Hof Bockum gründet auf einem humanistischen Menschenbild. Wir achten die Würde und Einzigartigkeit eines jeden Menschen, unabhängig von seiner Leistung und seiner gesellschaftlichen Stellung. Unsere Haltung bei der Arbeit mit den behinderten Menschen ist geprägt vom Annehmen und Akzeptieren des Gegenübers in seiner Individualität. Jedem Einzelnen begegnen wir mit Respekt.

Im Rahmen des Zusammenlebens in SOS-Hof Bockum fördern wir die Entstehung von tragfähigen und verlässlichen Beziehungen. Diese Beziehungen stellen ein Qualitätsmerkmal unserer Betreuungsform dar.

Grundlage pädagogischen Handelns

Grundlage des pädagogischen Handelns ist das Vertrauen auf die lebenslange Entwicklungsfähigkeit jedes Einzelnen. Immer wieder werden neue Lernfelder erschlossen. Persönliche Fähigkeiten und schöpferische Kräfte gilt es zu erkennen und zu stärken. Ausgehend von den Kompetenzen eines jeden Menschen begleiten und fördern wir seine Entwicklung.

Die Mitarbeiter von SOS-Hof Bockum bilden ein interdisziplinär zusammenwirkendes Team. Die Auflagen der Heimpersonalverordnung bezüglich der Qualifikation der Mitarbeiter im Wohnbereich werden erfüllt. Die Mitarbeiter der Werkstatt für behinderte Menschen verfügen über entsprechende fachliche Qualifikationen. Darüber hinaus erforderliche pädagogische Fähigkeiten erwerben sie durch Weiterbildungen oder durch eine sonderpädagogische Zusatzqualifikation.

Alle sozialpädagogische Beratung und Hilfe steht durch die angestellten MitarbeiterInnen zur Verfügung. Die medizinische Versorgung der Betreuten und spezielle Therapien werden durch geeignete Fachkräfte in der Umgebung durchgeführt.

Beteiligung der Betreuten

Die Betreuten von SOS-Hof Bockum sind an allen Fragen ihrer Lebensplanung, ihrer Förderung und ihrer Entwicklung beteiligt. Sie werden aktiv in die die Arbeit des Heimbeirates und des Werkstattrats sowie in die individuelle Hilfeplanung (Entscheidungen zur Wohnform, des Arbeitsplatzes, der Förderziele etc.) eingebunden. Die Arbeit dieser Gremien wird von der Einrichtung unterstützt.

Qualitätssicherung

Qualitätssicherung und -entwicklung geschieht durch:

  • Regelmäßige Praxisreflexion und Dokumentation von Vereinbarungen und Reflexionsergebnissen
  • Individuelle Entwicklungskonzepte, festgehalten und weiterentwickelt in den Hilfeplänen
  • Regelmäßige Konzeptüberprüfung und -fortschreibung
  • Einsatz einer anerkannten Methode zur Qualitätssicherung (GAB Verfahren)


Schlichtung:

Der Unternehmer erklärt sich im Vorhinein nicht bereit zur Teilnahme an Streitbeilegungsverfahren vor Verbraucherschlichtungsstellen im Sinne von § 36 Abs. 1 Verbraucherstreitbeilegungsgesetz (VSBG). Davon unberührt ist die Möglichkeit der Streitbeilegung durch eine Verbraucherschlichtungsstelle im Rahmen einer konkreten Streitigkeit bei Zustimmung beider Vertragsparteien (§ 37 VSBG).“

Finanzierung

Wer finanziert die Arbeit in SOS-Hof Bockum? Die Finanzierung der Hilfe basiert im wesentlichen auf Vergütungen für die differenzierten Leistungsangebote. Mehr darüber erfahren Sie hier:

Die Leistungsangebote von SOS-Hof Bockum werden von unterschiedlichen Trägern finanziert:

  • Eingliederungshilfe nach § 54 ff SGB XII für die BewohnerInnen der Hausgemeinschaften und der Außenwohngruppen; Kostenträger ist das jeweils zuständige Sozialamt, in Einzelfällen das zuständige Jugendamt nach § 41 SGB VIII
  • Eingliederungshilfe nach § 54 ff SGB XII für die beschäftigten behinderten Menschen im Arbeitsbereich der WfbM; Kostenträger ist das jeweils zuständige Sozialamt
  • Hilfe nach §§ 33 und 44 SGB IX für die TeilnehmerInnen im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich der WfbM (der in der Regel vor Eintritt in den Arbeitsbereich der WfbM für 1 bis 2 Jahre durchgeführt wird);
    Kostenträger ist die örtliche Agentur für Arbeit; in Einzelfällen die LVA
  • Eingliederungshilfe nach § 54 ff SGB XII für die ambulant betreuten Personen; diese wird in Form von Vergütungen für den individuell vereinbarten Umfang an Fachleistungsstunden gewährt

Darüber hinaus wird die Arbeit von SOS-Hof Bockum aus den Spendeneinnahmen des SOS-Kinderdorf e.V. finanziell unterstützt.

Weitere Einrichtungen für behinderte Menschen

SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen-Hohenwieden
Hohenwieden 9
18507 Grimmen
Telefon: 038326/ 6544-0
Fax: 038326/ 6544-32
Zur Homepage

SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth
97737 Gemünden
Telefon: 09354/9099-0
Fax: 09354/9099-18
Zur Homepage

Für SOS-Hof Bockum ist eine weitreichende und gute Vernetzung in der Region wichtig. 
Kooperationspartner für uns sind u.a.:

Lebenshilfe Lüneburg-Harburg gemeinnützige GmbH
www.lhlh.eu

So erreichen Sie uns

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Gut vernetzt in der Region

Seit vielen Jahren arbeiten die drei Einrichtungen SOS-Hof Bockum, SOS-Kinderdorf Harksheide und SOS-Kinderdorf Hamburg zusammen. Wir verstehen uns als die drei SOS Einrichtungen in der Region Hamburg und bezeichnen unseren Verbund als „SOS Kinderdorf Hamburg“.