Harl.e.kin-Nachsorge
Unsere Harl.e.kin-Nachsorge ist ein Projekt für früh- und risikogeborene Kinder: Bei frühgeborenen Kindern können medizinische Probleme und schwere Erkrankungen auftreten. Viele Frühgeborene haben Entwicklungsprobleme – etwa Trinkprobleme sowie Ein- und Durchschlafschwierigkeiten – oder Schwierigkeiten mit der Temperaturregulierung und der Atmung sowie keinen regelmäßigen Biorhythmus. Allein die Kontaktaufnahme mit den Kleinen ist aufgrund ihrer geringen Aufmerksamkeitsspanne nicht einfach.
Für Eltern sind dies herausfordernde Startbedingungen. Die Elternschaft beginnt viel früher als erwartet und bei sehr früh geborenen Kindern ist das Kindchenschema noch nicht ausgeprägt, auch ihr Geruch ist anders als in späterem Alter, sodass die Eltern noch nicht intuitiv – wie natürlich veranlagt – auf ihr Kind reagieren können.
Schnelle Hilfe
Deshalb ist uns eine unbürokratische, unmittelbare Unterstützung der betroffenen Familien so wichtig! Die Harl.e.kin-Nachsorge beginnt meist in der Geburtsklinik. Nach der Entlassung begleiten eine Kinderkrankenschwester des Klinikums in Landsberg und eine Mitarbeiterin aus unserer SOS-Frühförderstelle die Familie zu Hause weiter. In Hausbesuchen klärt das fachliche Tandem Fragen und Sorgen der Eltern und erarbeitet gemeinsam mit ihnen Ideen und Handlungsvorschläge, um sie bei der Bewältigung dieser Herausforderungen bestmöglich in ihrer Handlungskompetenz zu stärken – sowohl in medizinischen als auch in entwicklungspädagogischen Belangen.
Die Interdisziplinäre Frühförderstelle des SOS-Kinderdorfes Ammersee-Lech und das Klinikum Landsberg riefen im April 2024 in Landsberg am Lech den 28. Standort der Harl.e.kin-Nachsorge in Bayern ins Leben. Das Projekt wird gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.
Wer selbst verunsichert ist und Fragen hat in Bezug auf sein zu früh geborenes, schwer erkranktes Kind oder seine Mehrlinge kann sich auch direkt an die Koordinatorin der Harl.e.kin-Nachsorge in Landsberg am Lech wenden unter:
