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Mehr als zwei Millionen Kinder armutsgefährdet

18. November 2025

In Deutschland waren letztes Jahr 2,2 Millionen Kinder und Jugendliche von Armut bedroht. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Statistischen Bundesamts zum Internationalen Tag der Kinderrechte am 20. November. Damit lebte gut jedes siebte Kind in einem Haushalt, der über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügte.

Große Unterschiede je nach Herkunft und Bildung

Besonders deutlich wird die soziale Ungleichheit, wenn man nach Herkunft und Bildung der Eltern schaut. Kinder und Jugendliche mit Einwanderungsgeschichte sind viermal so häufig betroffen wie Gleichaltrige ohne diese Familiengeschichte (31,9 Prozent gegenüber 7,7 Prozent). Auch der Bildungsabschluss der Eltern spielt eine große Rolle: Leben Kinder in Haushalten mit niedrigem Bildungsniveau, liegt die Armutsgefährdungsquote bei 41,8 Prozent.

Materielle und soziale Einschränkungen im Alltag

Armut zeigt sich nicht nur beim Einkommen, sondern auch im Alltag der Kinder. 11,3 Prozent der unter 16-Jährigen konnten 2024 grundlegende Bedürfnisse aus finanziellen Gründen nicht ausreichend erfüllen – etwa eine Urlaubsreise, regelmäßige Freizeitaktivitäten oder das Ersetzen kaputter Möbel.

Wie SOS-Kinderdorf Kinder unterstützt

SOS-Kinderdorf erlebt täglich, was finanzielle Belastungen für Kinder und ihre Familien bedeuten. In unseren Einrichtungen und Beratungsstellen finden Familien konkrete, niedrigschwellige Unterstützung – von günstiger Kleidung und Mahlzeiten über Familienberatung bis hin zu Bildungs- und Freizeitmöglichkeiten für Kinder. Ziel ist es, Kindern stabile Beziehungen, soziale Teilhabe und faire Entwicklungschancen zu ermöglichen – unabhängig von der finanziellen Situation ihrer Familie.
Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland: Pressemitteilung Nr. N065 vom 17. November 2025

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