Gemeinsam stark für Kinderschutz

Wofür SOS-Kinderdorf steht

Seit 1955 gibt SOS-Kinderdorf Kindern und jungen Menschen, die nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können, ein zweites Zuhause. SOS-Kinderdorf ist ein sicherer Ort für Kinder und Betreute, und ihr Schutz ist die Grundlage unserer Arbeit. Dies gilt für unsere SOS-Kinderdorffamilien genauso wie für Kindertageseinrichtungen, Familienzentren, Ausbildungsbetriebe und alle weiteren Angebote.
SOS-Kinderdorf arbeitet mit besonders verletzlichen Gruppen von Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Menschen. Viele der jungen Menschen, die unsere Angebote aufsuchen oder dort leben, haben in ihrer Vergangenheit Schlimmes erlebt. Sie waren physischer, emotionaler oder sexueller Gewalt ausgesetzt oder wurden vernachlässigt. Diese Erfahrungen werden sie ihr Leben lang begleiten – umso wichtiger ist es, dass sie bei SOS-Kinderdorf einen sicheren Ort finden, an dem ihnen kein Leid geschieht und sie Vergangenes verarbeiten können.

Ihre Ansprechpartner für Kinderschutz

Unabhängige Kommission zur Anerkennung und Aufarbeitung erlittenen Unrechts

Die
Unabhängige Kommission
ist damit beauftragt, die Maßnahmen von SOS-Kinderdorf im Umgang mit pädagogischem Fehlverhalten in der Vergangenheit und Gegenwart zu bewerten und aufzuarbeiten. Sie besteht aus fünf erfahrenen und von SOS-Kinderdorf unabhängigen Expertinnen und Experten, und untersucht derzeit, welche Strukturen es bei SOS-Kinderdorf gibt oder gab, die pädagogisches Fehlverhalten ermöglicht haben. Die Kommission wird dem Vorstand von SOS-Kinderdorf am 2. Oktober 2024 ihren abschließenden Bericht vorlegen.

Interne Anlauf- und Monitoringstelle (IAMST)

Die interne Anlauf- und Monitoringstelle unterstützt Menschen, die in den Angeboten von SOS-Kinderdorf Leid erfahren haben. Ehemalige oder derzeit Betreute des SOS-Kinderdorfvereins, die selbst Erfahrungen von Grenzverletzungen, Gewalt oder Unrecht in einer Einrichtung des SOS-Kinderdorfvereins gemacht haben oder davon wissen, dass anderen Unrecht angetan wird oder wurde, können sich vertraulich an die Mitarbeitenden der Anlaufstelle wenden.
Ihre Ansprechpartnerinnen:
Andrea Kern
Telefon 0160 907 86410*
Sina Daeuwel
Telefon 0176 12606623*
Sabrina Kunze
Telefon +49 16090786410*
* Unsere Datenschutzhinweise finden Sie hier unter §4, Ziffer 14. Unsere Mitarbeitenden sind in der Regel von Montag bis Freitag 9-16 Uhr erreichbar. Gerne können Sie uns auch jederzeit eine Nachricht hinterlassen, unsere Mitarbeitenden melden sich umgehend bei Ihnen zurück.

Stabsstelle Kinder- und Betreutenschutz

Die  Stabsstelle für Kinder- und Betreutenschutz ist der zentrale und vereinsweite Ansprechpartner für Kinderschutz im SOS-Kinderdorfverein. Die Stabsstelle berichtet direkt der Vorstandsvorsitzenden und arbeitet eng mit den Fachkräften für Kinder- und Betreutenschutz in den einzelnen SOS-Kinderdörfern zusammen.
Ihre Ansprechpartnerin:
Barbara Mühlenhoff-Wirth
Telefon 0151 65594133

Jahresbericht Kinder- und Betreutenschutz

Mit dem Jahresbericht 2025 veröffentlicht SOS-Kinderdorf e. V. erstmals einen Gesamtüberblick zum Kinder- und Betreutenschutz im Verein. Der Bericht informiert über zentrale Entwicklungen, fachliche Schwerpunkte und strukturelle Weiterentwicklungen im Berichtsjahr und zeigt, wie Schutzstandards gestärkt, Beteiligung verankert und Verfahren im Kinder- und Betreutenschutz weiterentwickelt wurden. Zugleich macht er transparent, welche Herausforderungen bestehen und welche nächsten Schritte folgen. Der Bericht schafft nachvollziehbare Einblicke in den Stand, die Entwicklung und die Schwerpunkte des Kinder- und Betreutenschutzes bei SOS-Kinderdorf e. V.

Vergangenheit und Gegenwart des Kinderschutzes

Seit der Gründung von SOS-Kinderdorf in den 1950er Jahren ist es das Ziel der Organisation, Kindern und Jugendlichen in Deutschland und weltweit ein liebevolles und sicheres Zuhause zu bieten. Der Schutz der jungen Menschen, die in Kinderdorffamilien oder anderen Angeboten leben, eine SOS-Kindertagesstätte besuchen oder eine Ausbildung machen, hat oberste Priorität und ist seit Beginn Kern unserer Arbeit.
Grundsätzlich muss für SOS-Kinderdorf gelten, dass jedes Kind und alle Betreuten zu jeder Zeit Gehör finden. Wir müssen stets für sie erreichbar sein, den Kindern glauben, sie ernst nehmen und unmittelbar handeln, um Kinder und Betreute zu schützen. Eine Kultur der Achtsamkeit muss Grundlage der Haltung jedes Mitarbeitenden bei SOS-Kinderdorf sein.
Seit vielen Jahren arbeiten wir konsequent daran, den Kinderschutz in unseren Einrichtungen kontinuierlich zu evaluieren und zu verbessern. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg war eine Untersuchung des Sozialpädagogischen Instituts im Jahr 2009 zu Unrechtshandlungen in den 1950er und 1960er Jahren. Auf Basis der Ergebnisse dieser Untersuchungen etablierten wir im Jahr 2010 die interne Monitoring- und Anlaufstelle (iAMSt), die Betreuten vertrauensvoll zur Seite steht, wenn sie Erfahrungen von Grenzverletzungen, Gewalt oder Unrecht in einer Einrichtung des SOS-Kinderdorfvereins gemacht haben oder davon wissen.
Im Jahr 2020 meldeten sich bei der internen Monitoring- und Anlaufstelle iAMST ehemalige Betreute, die von Unrechtshandlungen in einem SOS-Kinderdorf berichteten. Erste Untersuchungen seitens SOS-Kinderdorfs führten zur Beauftragung eines unabhängigen, externen Experten, der im Jahr 2021 seinen Abschlussbericht vorlegte. Aufgrund der darin enthaltenen persönlichen Daten können wir den Bericht nicht veröffentlichen, da er Rückschlüsse auf einzelne Personen ermöglichen würde. Die Erkenntnisse und Empfehlungen dieses Gutachtens und der im gesamten Verein geführte kritische Dialog zum Thema Kinderschutz leiteten aber die Erstellung des „Aktionsplan Kinderschutz 2021: Kinder und Jugendliche gemeinsam schützen“ ein.
Alle bisherigen Untersuchungen früherer Aufarbeitungen finden Sie
hier
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