Warum SOS-Kinderdorf in Ungarn tätig ist
Rund 20 Prozent der Bevölkerung in Ungarn sind unter 18 Jahre alt. Es gibt eine hohe Armuts- und Benachteiligungsquote. Jedes fünfte Kind ist von Armut bedroht.
Bildung
Der Schulbesuch ist von sechs bis 16 Jahren Pflicht. Trotzdem gibt es immer noch viele Kinder, die nicht zur Schule gehen. Es muss mehr getan werden, um die Bildungschancen ungarischer Kinder zu verbessern, insbesondere in ländlichen und armen Gemeinden und unter Minderheiten. Nur ein Prozent der Jugendlichen aus der Roma-Gemeinschaft schließen eine höhere Ausbildung ab.
Diskriminierung
Roma-Familien werden in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens diskriminiert und ausgegrenzt. Sie sind auf Saison- oder informelle Tagesarbeit angewiesen, um ein Einkommen zu erzielen, was sie besonders anfällig bei wirtschaftlichen Veränderungen macht. Die Roma sind überproportional betroffen: Mehr als 60 Prozent sind von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Infolgedessen leben Kinder in prekären Verhältnissen am Rande der Gesellschaft und ihre Grundbedürfnisse können nicht mehr erfüllt werden.