Warum SOS-Kinderdorf in Polen tätig ist
Vor dem Konflikt in der Ukraine gab es in Polen etwa sieben Millionen Kinder unter 18 Jahren. Rund 70.000 Kinder wohnen in Heimen, doch in Polen besteht eine Zurückhaltung gegenüber Eingriffen in familiäre Angelegenheiten. So kann ein Kind nur dann aus seiner Familie genommen werden, wenn eine ernsthafte Gefahr besteht oder eine extreme Situation in der Familie eintritt. Es gibt jedoch keine klare Definition dieser Begriffe und kein geeignetes System, um das Wohl eines Kindes zu schützen.
Armut
Arbeitslosigkeit betrifft etwa fünf Prozent der polnischen Erwerbsbevölkerung. Die höchste Arbeitslosenquote, etwa 9 Prozent, ist jedoch bei jungen Menschen zu verzeichnen. Jugendliche, die arbeitslos sind, fühlen sich weniger wohl und sind stärker sozial isoliert. Außerdem fehlt es ihnen an Möglichkeiten, Fähigkeiten zu erwerben und diese zu verbessern.
Arbeitslosigkeit
Die Sozialhilfeprogramme in Polen sind oft unzureichend. Nur wenige der beim Arbeitsamt registrierten Personen haben Anspruch auf Arbeitslosengeld. Darüber hinaus wurden viele Ansprüche seit mehreren Jahren nicht mehr erhöht, um die steigenden Lebenshaltungskosten zu decken, darunter auch das Kindergeld. In Verbindung mit den niedrigen Löhnen haben die Familien Mühe, für ihre Kinder zu sorgen. Infolgedessen leben Kinder in einkommensschwachen Familien auf prekäre Weise am Rande der Gesellschaft.