Warum SOS-Kinderdorf in Nordmazedonien tätig ist
Kinder machen rund 20 Prozent der Bevölkerung in Nordmazedonien aus. Obwohl die körperliche Züchtigung vor kurzem in allen Bereichen verboten wurde, wird sie weiterhin angewandt. Aus Berichten geht hervor, dass fast die Hälfte der Kinder körperlich bestraft wird. Das Land arbeitet an der Verbesserung der Erziehungspraktiken, um die Zahl der Fälle von Kindesmissbrauch zu verringern. Kinder und Jugendliche sind durch diese schwierigen sozialen Gegebenheiten besonders gefährdet.
Kinderarmut
Jeder fünfte Mensch in Nordmazedonien lebt unterhalb der national festgelegten Armutsgrenze. Kinder sind unverhältnismäßig stark betroffen: 30 Prozent der unter 18-Jährigen sind von Armut bedroht. Fast die Hälfte der Kinder ist schlecht ernährt. Kinder müssen mit langfristigen Auswirkungen auf ihre schulischen Leistungen, ihre körperliche und geistige Entwicklung sowie auf ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden rechnen.
Bildung
Mindestens jedes dritte Kind aus der Roma-Gemeinschaft ist von Armut betroffen, die über den Mangel an Geld hinausgeht. Infolgedessen schließen über 70 Prozent der Roma-Kinder in Nordmazedonien ihre Ausbildung nie ab, da die Kosten für den Schulbesuch oft zu hoch sind. Ein schlechter Bildungshintergrund kann tiefgreifende Folgen haben. Dazu gehören langsameres Lernen, schlechtere Beschäftigungsaussichten, eingeschränkte Entwicklung und eine erhöhte Anfälligkeit für Vernachlässigung, Missbrauch und Ausbeutung.