Warum SOS-Kinderdorf im Kosovo tätig ist
Der Kosovo hat eine der jüngsten Bevölkerungen Europas: Jeder fünfte Mensch ist unter 14 Jahre alt, etwa 40 Prozent sind unter 25 Jahre alt. Im Kosovo ist der Zugang von Kindern zu Gesundheits-, Bildungs- und anderen sozialen Diensten nach wie vor begrenzt. Ganz besonders für benachteiligte Menschen, einschließlich Minderheiten, Menschen mit Behinderungen oder Menschen, die in ländlichen Gebieten leben.
Kinderarmut
Der Kosovo ist nach wie vor eines der Länder mit dem niedrigsten Einkommen in Europa. Rund jeder fünfte Mensch lebt in Armut und etwa fünf Prozent leben in extremer Armut. Kinder sind unverhältnismäßig stark betroffen: Fast ein Viertel der Kinder sind von Armut bedroht. Wenn Kinder in Armut leben, kann dies langfristige Auswirkungen auf ihre schulischen Leistungen, ihre körperliche und geistige Entwicklung sowie ihre psychische Gesundheit haben.
Bildung
Nur rund fünf Prozent der Kinder unter fünf Jahren besuchen im Kosovo einen Kindergarten und etwa 20 Prozent die Vorschule. Infolgedessen verfügen viele Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren über keine ausreichenden Lese-, Schreib- und Rechenkenntnisse. Die frühkindliche Bildung kann besonders für benachteiligte Kinder von Vorteil sein, da sie sie auf den Erfolg in den weiteren Bildungsstufen vorbereitet und zur Entwicklung und sozialen Integration der Kinder beiträgt.