Kinder im SOS-KInderdorf sitzen draußen an langem Tisch mit vielen Platten voller Essen
SOS-Kinderdorf Kamerun
Weihnachten im SOS-Kinderdorf Mbalmayo
Hähnchen, Reis, frittierte Bananen, Kuchen: Die Tische auf dem Dorfplatz vom SOS-Kinderdorf Mbalmayo biegen sich unter dem Festmahl. Weihnachten ist ein rot markiertes Datum im Kalender. Die meisten Kinder freuen sich seit Monaten schon darauf. In Kamerun gehören rund zwei Drittel der Menschen dem Christentum an und feiern das Fest.  

Vorbereitungen: Weihnachtsbaum und Krippe 

Ein Ritual, das an Weihnachten im SOS-Kinderdorf niemals fehlen darf: den Weihnachtsbaum schmücken. Manche Familien stellen künstliche Bäume auf, andere basteln Bäume aus frischen Zweigen, die sie ineinander stecken. Die Kinder nehmen ihre Aufgabe sehr ernst: Mit Papiergirlanden, Luftballons und bunten Bändern verwandeln sie die Bäume in festliche Kunstwerke. Auch die SOS-Kinderdorfmütter dekorieren mit – oft mit Lichterketten und Schmuck, die schon seit Generationen weitergegeben werden. 
Eine weitere Tradition: die Weihnachtskrippe aufstellen. Es ist ein Mix aus Glaube und Kreativität. Eine Betreuerin sagt: 
„Jedes Jahr gestalten die Kinder die Krippe. Mit Watte basteln sie Schnee, mit kleinen Stöckchen entsteht eine Hütte. Sie ist vielleicht nicht perfekt, aber sie ist unsere.“ 
Ist die Krippe fertig, bekommt sie einen Ehrenplatz unter dem Baum. 

Weihnachten in neuen Kleidern 

Für viele Kinder bedeutet Weihnachten vor allem neue Kleidung. Die Wochen vor dem Fest sind geprägt von Marktbesuchen – auf der Suche nach einem hellen, festlichen Outfit, das Freude ausstrahlt. Die Betreuerinnen und Betreuer planen die Einkäufe sorgfältig, damit die Kleidung auch für andere Anlässe passt. Aber für die Kinder zählt vor allem das Gefühl, etwas Neues zu tragen – ein kleiner Luxus, der den Tag noch besonderer macht. 

So feiert das SOS-Kinderdorf Heiligabend 

Am Heiligabend leuchten die Kirchen in ganz Kamerun im Kerzenschein. Manche Kinder aus dem SOS-Kinderdorf führen Lieder, Gedichte oder Szenen zur Weihnachtsgeschichte auf. Anschließend erhalten sie kleine Geschenke, Kekse oder Süßigkeiten. 
Zu Hause wartet das lang ersehnte Festmahl. 
„Ich liebe es, wenn das Haus nach Essen riecht“, 
sagt Carine aus dem SOS-Kinderdorf. „Dann weiß ich, dass endlich Weihnachten ist und wir so viel essen dürfen, wie wir wollen!“ Die ganze Familie hilft mit. Ein Junge sagt: 
„Das Schönste sind nicht die Geschenke, sondern dass wir zusammensitzen, essen, lachen und Fotos machen. Ich wünschte, Weihnachten würde nie enden.“ 

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