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Bröckelnder Putz an den Häusern, in die Jahre gekommene Sanitäranlagen und holprige Pflastersteine als Gehwege: Für die Kinder und Familien im SOS-Kinderdorf Mbalmayo in Kamerun waren diese Zustände bis vor kurzem noch Alltag in ihrem Zuhause. Das tropische Klima hatte den Familienhäusern und der Infrastruktur seit der Grundsteinlegung des Dorfs 1998 gehörig zugesetzt und schwere Schäden verursacht.

Spatenstich für ein sicheres und familiäres Umfeld 

Nicht nur die Betreuung der 87 im Dorf lebenden Kinder wurde zunehmend durch den Verfall der Einrichtungen erschwert. Auch das Wohlbefinden und die Sicherheit von Kindern und Personal litten. Eine Renovierung des SOS-Kinderdorfs war überfällig.
Vor diesem Hintergrund wurde im Dezember 2019 mit der Renovierung der Anlage begonnen. Finanziert wurden die Arbeiten auf Grundlage eines zu diesem Zweck erstellten Programmvorschlags des SOS-Kinderdorf e.V.

Die wichtigsten Renovierungsmaßnahmen auf einen Blick

  • Renovierung elf bestehender Familienhäuser
  • Restaurierung des Verwaltungsgebäudes
  • Bau eines Pförtnerhauses
  • Verlegung von Pflastersteinen
  • Reparatur und Sanierung von Boden- und Wandbelägen
  • Ausbesserung aller Innen- und Außenanstriche
  • Instandsetzung der Fußball-, Handball- und Basketballplätze
  • Installation neuer Sanitäranlagen sowie Instandhaltung der Klärgrube
  • Installation von Sonnenkollektoren für Bioenergie
  • Installation einer öffentlichen Beleuchtung

1998 Gründung

Das SOS-Kinderdorf Mbalmayo wurde in Ngallan, einem kleinen Ort in der Nähe von Mbalmayo, gebaut.

87 Kinder

Auf dem 6,5 Hektar großen Grundstück leben derzeit 87 Kinder in 16 SOS-Kinderdorffamilien.

15 Gebäude

Wände, Fundamente und Wege hatten über die Jahre gelitten. Insgesamt mussten 15 Gebäude und Teile der Infrastruktur renoviert werden.

Nachhaltiges Bauen für verantwortungsvolles Handeln

Umweltschonende Technologien, widerstandsfähige und inklusive Bauweisen sowie die modernisierte Infrastruktur machen das SOS-Kinderdorf in Mbalmayo nach 19 Monaten Renovierung nun zukunftsfähig. Dazu gehört beispielsweise der Einsatz von erneuerbaren Energien in Form von Solarzellen, die auf neun Familienhäusern angebracht wurden. Die effizientere Versorgung der Grundbedürfnisse bei Trinkwasser, der Abfallentsorgung und der sanitären Einrichtungen führt zu weniger Umweltschäden und vermeidet die Verschwendung wichtiger Ressourcen.
Die Renovierung hat ein Lebensumfeld geschaffen, das den Kindern und SOS-Eltern saubere und komfortable Lebensbedingungen bietet. Die Qualität der Betreuung hat aufgrund der verbesserten Infrastruktur an vielen Stellen zugenommen. Und auch das soziale Miteinander im Kinderdorf profitiert von den Neuerungen:
  • Die Kinder halten energiesparende Maßnahmen ein und kümmern sich um eine korrekte Müllentsorgung
  • Mehr Treffen und Veranstaltungen finden in der renovierten Mehrzweckhalle und den Gemeinschaftsräumen statt
  • Viele SOS-Familien haben kleine Gemüse- und Blumengärten angelegt
  • Angestellte und Personal sind motivierter bei ihren Aufgaben
  • Durch moderne und zugängliche Sanitär- und Küchenanlagen kommt es zu weniger Haushaltsunfällen

Zahlen, Daten, Fakten

Leben in Kamerun

der Kinder im Alter von fünf bis 14 Jahren müssen arbeiten.

der Kinder schließen nicht die Grundschule ab.

Die Lebenserwartung beträgt im Schnitt 58 Jahre.

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