Julia Scharf im SOS-Kinderdorf Thüringen
MÜnchen/Gera, 11. August 2022
Botschafterin Julia Scharf sportelt mit Kindern im SOS-Kinderdorf Thüringen
Warum der Moderatorin Bewegung und Sport für Kinder so am Herzen liegen
Endlich wieder gemeinsam sporteln: Nach coronabedingter Pause konnte Sportmoderatorin und SOS-Kinderdorf-Botschafterin Julia Scharf wieder zur Kinderolympiade im SOS-Kinderdorf Thüringen in Gera einladen. Rund 30 Kinder im Alter von 5 bis 15 Jahren konnten ihr Können an unterschiedlichen Stationen unter Beweis stellen. Springen, Laufen, Werfen – alles war dabei. Doch an allererster Stelle stand die Freude an der Bewegung. „Es tat so gut in all die fröhlichen Gesichter zu schauen. Alle waren von Anfang bis Ende motiviert bei der Sache. Sport macht Spaß und tut gut – das will ich den Kindern mitgeben“, so Julia Scharf.
Nicht nur die Kinderolympiade im SOS-Kinderdorf Thüringen fand nach der Corona-Pause endlich wieder statt, auch der Amateur- und Breitensport war wegen der Pandemie zeitweise sehr eingeschränkt worden. Viele Kinder und Jugendliche konnten ihr Training oder ihren Mannschaftssport nicht ausüben. Auch der Schulsport wurde vielerorts gestrichen.
Julia Scharf – selber Sportwissenschaftlerin und Trainerin für Kinder in verschiedenen Sportvereinen – weiß, warum Bewegungsmangel gerade bei Kindern so schädlich ist: „Die gesundheitlichen Folgen der mangelnden Bewegung bei Kindern können gravierend sein! Übergewicht und sogar chronische Erkrankungen werden nachweislich befördert. Eine Stärkung des Immunsystems und des Bewegungsapparates bleibt aus. Haltungsschäden sind vorprogrammiert. Zudem ist es immer mehr vom sozialen Hintergrund abhängig, ob Kinder und Jugendliche Sport betreiben. Untersuchungen zeigen, dass Kinder aus sozial schwachen Familien weniger aktiv, gesundheitlich stärker beeinträchtigt und weniger häufig Mitglied in Sportvereinen sind. Daher sollte Bewegungsförderung in Kitas, Schulen und auch daheim durch die Eltern mehr fokussiert werden.“
Vor diesem Hintergrund hat die Sportmoderatorin gemeinsam mit SOS-Kinderdorf vor einigen Jahren die Kinderolympiade in ihrer Heimatstadt Gera ins Leben gerufen. Julia Scharf liegt es am Herzen, sich für die Kinder einzusetzen, die nicht so glücklich und sorglos aufwachsen können wie ihre eigenen Kinder. Ihr besonderes Augenmerk liegt darauf, gerade benachteiligte Kinder an Sport und gesunde Ernährung heranzuführen. Denn in diesem Bereich passiert aus Sicht der zweifachen Mutter einfach zu wenig. „Die Politik muss den Schulsport mehr fördern und verstehen, dass es kein lästiges Nebenfach ist“, so der Appell von Julia Scharf.
„Die gesundheitlichen Auswirkungen auf unsere ganze Gesellschaft und die Kosten für Krankenkassen auf Grund von psychischen und physischen Schäden müssen verstärkt in den Blick genommen werden. Auch Trainer und Trainerinnen in Sportvereinen sollten mehr unterstützt werden. Sie brauchen eine fundierte Ausbildung, auch im pädagogischen Bereich."
Die Kinder aus dem SOS-Kinderdorf Thüringen waren jedenfalls hellauf begeistert von der tollen Aktion und freuten sich „ihre“ prominente Botschafterin aus Gera endlich wieder persönlich im Kinderdorf begrüßen zu können. Als Julia Scharf am Ende noch an alle Mädchen und Jungen Medaillen verteilte, war klar: Gewonnen hat bei der Kinderolympiade jedes einzelne Kind – denn dabei sein ist einfach alles!
