Aufruf Kindergrundsicherung

Berlin, 31. Mai 2023

Aufruf an Bundesarbeitsminister Heil: Machen Sie den Weg frei für eine Kindergrundsicherung, die vor Armut schützt!

Kinder, die heute von Grundsicherung leben müssen, leben in Armut. SOS-Kinderdorf ruft gemeinsam mit weiteren Organisationen die Politik dazu auf, diesem Missstand endlich Folge zu leisten.

Vielen Eltern ist es unmöglich, ihre Kinder gut zu ernähren, sie bedarfsgerecht mit allen notwendigen Gütern des täglichen Lebens zu versorgen – von der Kleidung über Hygieneartikel bis zum Spielzeug – und ihre gesellschaftliche Teilhabe sicherzustellen. Daran ändern auch die Erhöhung des Kindergeldes, das vollständig auf die Grundsicherung angerechnet wird, und das sogenannte Bildungs- und Teilhabepaket nichts.
Die Regelsätze belaufen sich aktuell auf 318 Euro im Monat für Kinder bis 6 Jahren und 348 Euro für Kinder bis 14 Jahren. Die wenigen Leistungserhöhungen der vergangenen Monate werden durch die Inflation aufgezehrt und ändern daran zu wenig.
SPD, Grüne und FDP haben vor diesem Hintergrund in ihrem Koalitionsvertrag folgerichtig die Neudefinition des kindlichen Existenzminimums vereinbart. Die Zuständigkeit hierfür liegt beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
Wir fordern Bundesarbeitsminister Heil auf, unverzüglich die notwendigen Arbeiten an einer sach- und bedarfsgerechte Definition des kindlichen Existenzminimums und zur Berechnung des existenzsichernden Zusatzbetrages in der Kindergrundsicherung aufzunehmen und hierbei die Expertise von Wohlfahrts-, Sozial-, Fachverbänden und Gewerkschaften einzubeziehen.
Den vollständigen Aufruf mit einer Liste aller beteiligten Organisationen finden Sie nachfolgend als PDF zum Download.

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Wir sind gerne für Sie da.

Sven Stumpf

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