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SOS-Kinderdorf Rafah, Gazastreifen, evakuiert

31. Mai 2024

Kinder und Mitarbeitende aus SOS-Kinderdorf Rafah in Sicherheit gebracht

Am 28. Mai wurden aufgrund der sich dramatisch verschlechternden Sicherheitslage rund um das SOS-Kinderdorf Rafah alle dort noch lebenden Kinder und Erwachsenen evakuiert. Alle 33 Kinder sind unversehrt an einem alternativen Standort in Zentral-Gaza angekommen. Bereits im März waren 68 von SOS-Kinderdorf im Gazastreifen betreute Kinder ins Westjordanland evaluiert worden.

Humanitäre Unterstützung vor Ort

Nach der Räumung ist es SOS-Kinderdorf aktuell nicht mehr möglich, in Rafah humanitäre Hilfe für die lokale Bevölkerung sowie für Binnenvertriebene zu leisten.
„SOS-Kinderdorf ist fest entschlossen, die lebenswichtige humanitäre Unterstützung für die Bevölkerung vor Ort so schnell wie möglich wieder aufzunehmen,“ sagt Ghada Hirzallah, nationale Leiterin der SOS-Kinderdörfer in Palästina.
Unter den nun evakuierten Personen befinden sich Kinder, Mitarbeitende und sich dort aufhaltende ehemalige Kinderdorfkinder und ihre Familien. Sie haben nun vorübergehende, neue Einrichtungen erreicht, die in dem Gebiet liegen, das aktuell als Sicherheitszone ausgewiesen ist.

Kinder leiden am stärksten

Obwohl die neuen, vorübergehenden Standort in einer „Sicherheitszone“ liegen, ist SOS-Kinderdorf weiter in großer Sorge um das Leben der Kinder und Erwachsenen. In der Vergangenheit ist es auch an sogenannten „sicheren“ Orten immer wieder zu Kampfhandlungen und tödlichen Angriffen gekommen. SOS-Kinderdorf ruft alle Kriegsparteien dazu auf, Zivilisten im Sinne des internationalen humanitären Rechts zu schützen.
Jedes Kind hat das Recht, in Frieden aufzuwachsen. SOS-Kinderdort setzt seine Arbeit im Gazastreifen fort, um Kinder und Familien in dieser lebensbedrohlichen Lage so gut wie möglich zu unterstützen.