Auf der Flucht

Helfen Sie schwer traumatisierten Kindern

nachhaltig mit einer SOS-Patenschaft

Dürre, Krankheit, Kriege

Noch nie waren so viele Menschen auf der Flucht, wie zurzeit. Im vergangenen Jahr mussten nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR 68,5 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen: ein trauriger Rekord, das fünfte Mal in Folge. Besonders betroffen sind die Kinder, sie machen mehr als die Hälfte aus.

Syrien bleibt mit 6,3 Millionen das weltweit größte Herkunftsland von Flüchtlingen. Aber auch in vielen anderen Ländern kam es zu tausendfachem Flüchtlingselend. Dürre und Hunger im Osten Afrikas, im Südsudan und im Jemen, Kämpfe im Irak, der Zentralafrikanischen Republik, Burundi, dem Jemen, der Ukraine zwingen viele Millionen Menschen zur Flucht.

Entgegen der hiesigen Wahrnehmung sind dreiviertel der Menschen Binnenvertriebene, die innerhalb ihres Heimatlandes auf der Flucht sind oder in Entwicklungsländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen Schutz gefunden haben.

Mithilfe von SOS-Patenschaften geben wir Kindern vor Ort ein neues Zuhause, einen Zugang zu Bildung und versorgen sie mit notwendigen medizinischen Hilfen.

Der Bedarf ist groß!

Millionen Kinder sind täglich von Armut, Krieg, Krankheiten, Hungersnöten und Gewalt betroffen. Familien zerfallen, Kinder verlieren ihre Eltern und ihr Zuhause. Schenken Sie auch Flüchtlingskindern in Krisenländern eine Zukunft. Helfen Sie mit einer SOS-Patenschaft!

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Kinder in Bangladesch warten auf einen Paten

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Dorfpatenschaften werden in Syrien benötigt,
um Kindern in der Not zu helfen

Patenbeiträge werden eingesetzt, um:

Kindern ein neues Zuhause in einem
SOS-Kinderdorf zu schenken.

Kindern einen Zugang zu
Bildung zu geben.

Kinder mit Mahlzeiten, medizinischer
Versorgung und speziellen Behandlungen
wie Traumatherapie zu versorgen.

Bangladesch: Neue Gefahren für Rohingya-Flüchtlinge

Ghulam Ishaque, Nationaler Direktor von SOS-Kinderdorf Bangladesch, warnt vor den Gefahren für die geflüchteten Rohingya. Die Monsun-Saison könnte jederzeit zu einer erneuten Katastrophe führen, da Bangladesch häufig von Erdrutschen, ausgelöst durch Zyklone und Monsun-Regenfälle, heimgesucht wird.

Frage 1 von 5:

Herr Ghulam Ishaque, können Sie die aktuelle Lage in den Flüchtlingscamps beschreiben?

In Bangladesch leben bereits rund 800.000 Rohingya in den Camps und wir erwarten noch mehr. Allein 500.000 der Flüchtlinge sind Kinder, von denen die Behörden mindestens 40.000 als unbegleitet registriert haben. Die Flüchtlinge wohnen hier dicht an dicht gedrängt in fragilen Hütten aus Bambus und Zeltplanen direkt an den Hängen der Hügel. Die hygienischen Zustände sind trotz der vielen Hilfsorganisationen vor Ort noch immer furchtbar. Die vielen unbegleiteten Kinder unter den Flüchtlingen sind in Gefahr, Opfer von Gewalt oder Missbrauch zu werden.

Frage 2 von 5:

Wie wirken sich die Monsun-Regen auf die aktuelle Situation aus?

Wir sind sehr besorgt über die andauernden Regenfälle, aber glücklicherweise sind die Kinderbetreuungsstätten bisher nicht betroffen. Die Wetterbedingungen haben Auswirkungen auf die Hygiene und die Lebensmittelversorgung. Zahlreiche Toiletten sind beschädigt und benötigen dringend eine Reparatur. Das Wetter und die bürokratischen Hürden führen auch dazu, dass wir Schwierigkeiten haben Lebensmittelpakete zu liefern. Die Regierung kontrolliert jede dieser Lieferungen, wodurch der Prozess sich sehr verlangsamt. Die Fahrzeuge bleiben oft im Schlamm stecken, so dass Lebensmittel teilweise zu Fuß in die Camps getragen werden müssen.

Frage 3 von 5:

Welche Gefahren drohen durch die Regenzeit?

Ich bin kein Nothilfeexperte, aber die Lage ist sehr besorgniserregend. Die Gegend hier ist sehr hügelig und die Flüchtlinge haben ihre Zelte an den Hängen aufgeschlagen. Die Hänge sind mittlerweile komplett gerodet, weil die Menschen Feuerholz benötigten. Somit ist der Boden ungeschützt der Erosion ausgesetzt. Während der Regenzeit könnte es leicht zu Hangrutschungen kommen, da die Wassermassen den Boden aufweichen.

Frage 4 von 5:

Es droht also eine weitere Katastrophe für die geflüchteten Rohingya?

Genau. Selbst wenn der Katastrophenschutz sie vorwarnt, wie sollen so viele Menschen rechtzeitig aus der Gefahrenzone gebracht werden? Die Straßen werden durch die starken Regenfälle so schlammig sein, dass Fahrzeuge schlicht steckenbleiben. Kommt es zu Hangrutschungen, werden die Hütten an den Hängen mitgerissen werden. Das würde viele Leben kosten – allen voran das der Kinder!

Frage 5 von 5:

Was machen Sie im Katastrophenfall?

Wir sind für die Kinder, die von uns betreut werden, verantwortlich. Wir suchen sofort nach Orten zur Evakuierung. Wir analysieren kurz- und langfristige Lösungen. Im Katastrophenfall ziehen die Flüchtlinge in die Nachbargemeinden um. Ab diesem Moment brauchen sowohl die Flüchtlingsfamilien als auch die aufnehmenden Gemeinden Unterstützung. Die Flüchtlingskinder brauchen eine sichere Umgebung wie Kindertagesstätten, an denen sie die traumatischen Erlebnisse verarbeiten können. Die Nachbargemeinden brauchen gegebenenfalls auch Unterstützung, da sie an die Grenzen ihrer Kapazitäten stoßen werden. Das sind auch sehr arme Gemeinden. Es besteht die Gefahr, dass die Lage aufgrund der Ressourcenknappheit angespannt sein wird.

Flucht aus Ost-Ghouta: Ein neues Leben für Zaina

Als Zaina* im November im SOS-Kinderdorf Qodsaya ankam, stand es nicht gut um sie. Sie war sehr dünn, körperlich schwach und ihre Kleidung verdreckt. Zusammen mit ihrer Mutter und dem Großvater lebte sie im syrischen Rebellengebiet Ost-Ghouta. Nachdem die kleine Familie ihr Zuhause verloren hatte, zogen sie von Notunterkunft zu Notunterkunft - ohne Strom, sauberes Wasser oder genug Essen. Zaina konnte fünf Jahre die Schule nicht besuchen, denn die Schulgebäude in Ghouta werden gebraucht, um den Familien, die durch Bomben ihre Häuser verloren, einen Unterschlupf zu bieten.

*Zum Schutz der Privatsphäre wurde der Name geändert.

In einem Kriegsgebiet zu leben, wo täglich Bomben und Granaten fallen, war eine schwere Zeit für das syrische Mädchen. Sie vermisste ihren Vater, bei dem sie sich immer beschützt fühlte. Er verschwand vor drei Jahren spurlos und seitdem fehlt jedes Lebenszeichen von ihm. Die Krankheit des Großvaters und seine eingeschränkte Bewegungsfreiheit verschlimmerten die Situation zudem. So musste die Familie einige Zeit in einem alten Haus wohnen und konnte dieses nicht verlassen, um nach Essen oder Wasser zu suchen. Schweren Herzens entschied Zainas Mutter sich dann, ihre Tochter aus Ost-Ghouta fort zu bringen.

Dazu musste sie vorgeben, ihre Tochter sei schwer erkrankt. Ausschließlich Frauen und Kinder bekommen in sehr seltenen Fällen eine Ausreiseerlaubnis und nach zwei langen Monaten des Wartens war die Zusage endlich da. Mutter und Kind machten sich direkt auf den Weg. Ihr ursprünglicher Plan war, Zaina bei der Tante zu lassen, um wieder zurück nach Ost-Ghouta zu ihrem pflegebedürftigen Vater zurückzukehren. Zainas Mutter musste jedoch erkennen, dass ihre Schwester in der Notunterkunft kaum ihre eigenen Kinder versorgen konnte. Sie wollte ihre Tochter an einem sicheren Platz wissen und erfuhr vom SOS-Kinderdorf in Qodsaya.

In Zainas neuem Zuhause im SOS-Kinderdorf erlebt Zaina viele Dinge, für die sie dankbar ist. Ihr Tag ist gefüllt mit Aktivitäten und Lernen. Sie ist in ein spezielles Schulprogramm eingeschrieben, das ihr ermöglichen soll, ihren Lernrückstand aufzuholen und dann in eine Schulklasse mit Kindern ihres Alters zu wechseln.

In Gedanken ist Zaina immer bei ihrer Familie. Sie betet dafür, Neuigkeiten über ihren Vater zu erhalten und dass ihre Mutter, der Großvater und alle anderen Kinder in Ost-Ghouta in Sicherheit sind.

Hilfe für Kinder mitten im Krieg

Eine warme Mahlzeit, ein sicherer Rückzugsort, lebensnotwendige Medikamente sowie wärmende Kleidung und Decken: seit Beginn der SOS-Nothilfeprogramme hat SOS-Kinderdorf in Syrien mehr als 300.000 Menschen unterstützt. Auch sind unermüdlich Trauma-Therapeuten im Einsatz, wenn das Erlebte die Kinder nachts in ihren Träumen verfolgt und sie tagsüber verstummen lässt.

Zainas Geschichte hat mich sehr berührt. Unvorstellbar, was sie und ihre Familie durchgemacht haben. Noch immer sind Millionen Menschen aus Syrien auf der Flucht. Am meisten leiden die Kinder, was mich als Mutter besonders betroffen macht. Vor Ort leistet SOS-Kinderdorf Nothilfe und im Kinderdorf Qodsaya finden Kinder wie Zaina ein neues Zuhause, wenn sie nicht mehr bei ihrer Familie sein können. Unterstützen auch Sie die Arbeit von SOS-Kinderdorf durch eine Patenschaft!

Nazan Eckes

SOS-Kinderdorf unterstützt unbegleitete minderjährige Flüchtlingskinder in Griechenland

Allein in einem fremden Land, weit weg von der Familie - so sieht das Leben für viele unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Griechenland aus. Wir setzen uns dafür ein, dass Flüchtingskinder endlich wieder ein Zuhause bekommen.

Hilfe für Kinder und Familien – in Notzeiten und darüber hinaus

SOS-Kinderdorf ist seit mehreren Jahrzehnten in vielen Ländern weltweit aktiv – vor, während und nach Notsituationen.

Flüchtlinge im eigenen Land

„Vor der Unterstützung durch SOS-Kinderdorf hatten wir fast nichts zu essen, manchmal reichte es nicht einmal für eine tägliche Mahlzeit“, erinnert sich Halimo. Die letzte Ziege verkaufte die Mutter von sechs Kindern für 10 Dollar auf dem Markt von Hargeisa, einer Stadt im Norden Somalias. Die restlichen Ziegen, Schafe und Kamele, die die Familie besaß, sind der Dürre zum Opfer gefallen. Im Moment lebt sie mit ihrem Ehemann und den Kindern in einem beengten Schuppen am Stadtrand. Hilfe bekommt die Familie von SOS-Kinderdorf: Das Nothilfeprogramm sorgt dafür, dass die Familie genügend zu Essen hat.

Leben im Kriegsgebiet

Die drei Geschwister Sham (11) und Nour (9) und ihr Bruder Muhanad (7) haben in Syrien Schreckliches erlebt. Erst mussten sie mit ansehen, wie ein Nachbar mit einer Kugel im Bauch starb. Dann folgte der Tod der Mutter: Auch sie wurde erschossen. Der Vater der Drei war zu krank, sich um die Kinder kümmern zu können. Auch die Unterbringung bei Verwandten scheiterte, denn es kam zu Gewalt und weiteren seelischen Verletzungen. Dass SOS-Kinderdorf auf die Geschwister aufmerksam wurde, hat ihnen das Leben gerettet. Heute leben die Drei zusammen im Kinderdorf Saboura unweit von Damaskus.

Ein neues Zuhause im Kinderdorf

Die zehnjährige Promita ist trotz des frühen Todes ihrer Eltern ein fröhliches Mädchen. Seit acht Jahren lebt sie im Kinderdorf Chittagong in Bangladesch und hat große Pläne für die Zukunft. Die enge Bindung zu ihrer SOS-Kinderdorfmutter Jorina gibt ihr Halt und Geborgenheit. Promita liebt es zu Tanzen, ist künstlerisch begabt und auch sportlich. So nahm sie dieses Jahr bei einer Tanzaufführung teil, gewann den zweiten Preis im Kinder-Kunst-Wettbewerb des British Council Bangladesch und ist Mitglied im SOS-Kinder-Club. Ihr ganz großer Traum aber: Sie möchte Ärztin werden und kranken Menschen helfen.

Ein Neustart für Pavin

„Als Pavin ins SOS-Kinderdorf Bangladesh kam, konnte ich an seinen neugierigen Blicken erkennen, dass er nie zuvor Spielzeug oder Bücher gesehen hat“, erzählt seine SOS-Kinderdorfmutter. Der damals Sechsjährige hatte schon einige Schicksalsschläge erlebt. Beide Elternteile fielen Naturkatastrophen zum Opfer: Ein schwerer Tornado kostete der Mutter das Leben, der Vater starb als Zyklon Sidr im Jahr 2007 über das Land hinwegfegte und insgesamt über 3.000 Menschen mit in den Tod riss. Dank der Liebe seiner SOS-Mutter und seiner SOS-Geschwister hat Pavin (11) sich langsam von der Tragödie erholt und wieder Lebensmut gefasst.

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