Zerstörung nach der Flut
Asien

SOS-Kinderdorf in Nepal

In den SOS-Kinderdörfern finden Kinder ein neues Zuhause. Wir unterstützen Familien in Not und sorgen für Bildung.

Schwere Sturzflut trifft Nepal: SOS-Kinderdorf leistet Nothilfe

Eine schwere Sturzflut hat den Norden Nepals getroffen. Im Himalaya-Gebirge an der Grenze zu Tibet zerstörten die Wassermassen Häuser, Straßen und Brücken. Es gibt über tausend Todesopfer. Besonders schwere Schäden werden aus den Orten Timure und Syaphrubesi gemeldet. Rettungskräfte versuchen, Vermisste zu finden und Menschen aus den gefährdeten Gebieten in Sicherheit zu bringen. Es sind keine Einrichtungen oder Programme von SOS-Kinderdorf Nepal direkt von der Katastrophe betroffen. 
Für Kinder in den überfluteten Gebieten sind die Folgen dennoch besonders schwerwiegend. Der Verlust eines sicheren Zuhauses, unterbrochener Schulunterricht und die belastenden Erlebnisse können ihre Entwicklung und ihr Wohlbefinden beeinträchtigen. Umso wichtiger ist es, ihnen schnell Schutz, Stabilität und verlässliche Unterstützung zu bieten.

SOS-Kinderdorf Nepal startet Nothilfemaßnahmen 

SOS-Kinderdorf Nepal startet Hilfsmaßnahmen, die über einen Zeitraum von 18 Monaten laufen sollen. Das Team vor Ort arbeitet dabei eng mit den lokalen Behörden und anderen Organisationen zusammen. Die Maßnahmen sollen bis 2028 andauern und fast 6.000 Menschen erreichen. Die Hilfsgebiete Rasuwa, Nuwakot und Dhading liegen nördlich und westlich von Kathmandu. Die Hilfe richtet sich an:
  • unbegleitete Kinder und Kinder, die ihre Angehörigen verloren haben,
  • Kinder, die unter psychischen Belastungen leiden oder anderweitig psychosoziale Unterstützung benötigen,
  • Familien, deren Häuser beschädigt oder zerstört wurden,
  • Kinder und Jugendliche, deren Schulen beschädigt wurden oder die keinen Zugang mehr zu Bildung haben,
  • Schwangere, stillende Mütter und Kleinkinder mit erhöhtem Bedarf an Nahrungsmitteln. 

Diese Nothilfemaßnahmen setzt SOS-Kinderdorf Nepal um:

  • Erhalt der Familie: Betreuung und möglichst schnelle Familienzusammenführung von Kindern, die von ihren Eltern oder Bezugspersonen getrennt wurden.
  • Psychosoziale Hilfe: Unterstützung für Kinder, Jugendliche und Familien bei der Bewältigung traumatischer Erlebnisse und akuter Belastungen nach der Katastrophe.
  • Grundversorgung und Hilfsgüter: Betroffene Familien erhalten Nahrungsmittel und Bargeldhilfen sowie wichtige Alltagsgegenstände wie Decken, Kochutensilien und Hygieneartikel. Mit Blick auf den kommenden Winter werden Kinder und ihre Familien zusätzlich mit warmer Kleidung versorgt.
  • Kinderschutzräume: Sichere und betreute Orte, an denen betroffene Kinder spielen, lernen und psychosoziale Unterstützung erhalten sowie bei Bedarf an weiterführende Kinderschutzangebote vermittelt werden.
  • Zugang zu Bildung sichern: Temporäre Lernzentren ermöglichen Kindern, ihren Unterricht fortzusetzen. Beschädigte Schulen werden instandgesetzt und neu ausgestattet. Zudem erhalten Kinder die benötigten Schulmaterialien.
 

Warum SOS-Kinderdorf in Nepal hilft

Nepal hat in den vergangenen Jahren Fortschritte gemacht, gehört aber weiterhin zu den ärmsten und verletzlichsten Ländern der Welt. SOS-Kinderdorf ist seit den späten 1960er-Jahren in Nepal tätig. Die Arbeit unserer Organisation begann in der Nähe der Hauptstadt Kathmandu. Seither haben wir unsere Hilfen sukzessive ausgebaut. Kleine Kinder besuchen den SOS-Kindergarten und ältere eine der Grund- und Sekundarschulen, die wir in Nepal betreiben. Wir bieten auch lebensnotwendige medizinische Beratung und Behandlung in einem Land, in dem medizinische Versorgung nicht selbstverständlich ist. 

Kinder brauchen besonderen Schutz

Das Land leidet bis heute unter den Folgen früherer Krisen, wie der Bürgerkriege oder Erdbeben. Gleichzeitig bremsen schwaches Wirtschaftswachstum, fehlende Arbeitsplätze und politische Instabilität die Entwicklung. Viele Familien leben unter großem Druck und das wirkt sich besonders auf Kinder aus. Eine Vielzahl hat zum Beispiel noch immer keinen Zugang zu guter Bildung.
Mangelnde gesundheitliche Versorgung, Kinderarbeit und Menschenhandel sind weiterhin ebenfalls Probleme im Land und stellen ein Risiko für Kinder dar. Besonders benachteiligt sind Mädchen und Kinder mit Behinderungen, die im Alltag weiterhin auf große Hürden stoßen.

Nepal steht vor Herausforderungen

15 %

aller Kinder in Nepal müssen Kinderarbeit verrichten.

7,6 %

der Menschen zwischen 15 und 24 Jahren können nicht lesen und schreiben.

Knapp jedes fünfte Kind

unter fünf Jahren ist untergewichtig.

Wie SOS-Kinderdorf in Nepal hilft

Derzeit unterstützt unsere Organisation in Nepal Kinder, Jugendliche und Familien an fünf Standorten, in Gandaki, Itahari, Jorpati, Kavre und Pokhara.

Helfen Sie mit

Wenn Sie unsere Programme in Nepal gezielt unterstützen möchten, geben Sie im Freitextfeld des Spendenformulars bitte den Zusatz „Spende für Nepal“ ein.

Jede Spende ist wertvoll

finanzieren bspw. die einmalige medizinische Untersuchung eines Kindes.

kosten bspw. die Schulbücher eines Kindes für ein Jahr.

finanzieren bspw. einen Monat lang die Nahrungsmittelversorgung einer SOS-Kinderdorffamilie.