Warum SOS-Kinderdorf in Nicaragua tätig ist
Fast ein Drittel der Bevölkerung Nicaraguas sind Kinder unter fünfzehn Jahren. Viele haben ihre Eltern verloren oder sind gefährdet, sie zu verlieren, und müssen daher für sich selbst sorgen. Darüber hinaus haben viele Familien keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen, was das Risiko chronischer Krankheiten erhöht. Da viele Familien unterhalb der Armutsgrenze leben, leiden viele Kinder an Unterernährung.
Ernährungssicherheit
Nicaragua ist in hohem Maß von der Landwirtschaft abhängig, die für die Mehrheit der Landbevölkerung die Haupteinkommensquelle darstellt. Die Landwirte entlang des zentral-amerikanischen Trockenkorridors haben aufgrund von Dürreperioden und starken Regenfällen Schwierigkeiten, ihre Ernten zu sichern. Ländliche und indigene Gemeinschaften weisen hohe Raten an Unterernährung sowie Mütter- und Kindersterblichkeit auf. Diejenigen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, sind besonders anfällig für saisonalen Hunger und Nahrungsmittelknappheit. Durch den Klimawandel verschlimmert sich die Situation für Familien, die von der Landwirtschaft abhängig sind.
Armut und Bildung
Nicaragua hat eine hohe Schulabbruchs- und Kinderarbeitsquote, die eine Folge der Armut ist. Die Familien können es sich nicht leisten, Schulmaterial für ihre Kinder zu kaufen, und sind außerdem auf die Arbeit ihrer Kinder angewiesen, um das Familieneinkommen zu sichern. Die Tatsache, dass die Kinder dafür ihre Schulausbildung aufgeben müssen, macht es ihnen jedoch schwer, dem Kreislauf der Armut zu entkommen.