Warum SOS-Kinderdorf in Guatemala tätig ist
Guatemala hat eine sehr junge Bevölkerung. Rund ein Drittel der Guatemaltekinnen und Guatemalteken sind Kinder unter fünfzehn Jahren. Die Säuglingssterblichkeit und die Sterblichkeitsrate bei Kindern unter fünf Jahren sind nach wie vor ein großes Problem, ebenso wie die Unterernährung. Die Gewalt gegen Kinder hat zugenommen, und in vielen Gegenden gibt es für die Opfer fast keine Hilfe.
Armut
Die sozioökonomische und geografische Ungleichheit ist die Hauptursache für die Armut in Guatemala. Die meisten Menschen in ländlichen Gebieten sind arm. Die Bildung der Eltern und das Haushaltseinkommen sind mit dem Armutsniveau verknüpft. Je niedriger das Bildungsniveau, desto niedriger das Einkommen. Kinder, die in Armut leben, können oft nicht zur Schule gehen und müssen arbeiten, um ihre Familien finanziell zu unterstützen.
Bildung
Obwohl das guatemaltekische Rechtssystem über Gesetze verfügt, die weiblichen Überlebenden von Gewalt Schutz und Ressourcen bieten, werden diese nicht immer durchgesetzt. Die Diskriminierung von Frauen ist immer noch weitverbreitet. In den letzten zehn Jahren hat die Zahl der Frauenmorde ein noch nie dagewesenes Niveau erreicht: 700 Morde pro Jahr. Es gibt ländliche Gebiete, in denen 90 Prozent der Kinder und Frauen unter häuslicher Gewalt leiden. Die Angreifer werden selten strafrechtlich verfolgt.