Warum SOS-Kinderdorf in Costa Rica tätig ist
In Costa Rica gibt es über 1,3 Millionen Kinder und Jugendliche. Obwohl sich die Lebensbedingungen in den letzten Jahren verbessert haben, stehen viele Kinder und Jugendliche weiterhin vor vielen Herausforderungen. Die Zahl derer, die in monetärer Armut leben, ist auf weit über 30 Prozent gestiegen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Klimawandel und Naturkatastrophen wie Dürren und Überschwemmungen negative Auswirkungen auf ihr Leben haben.
Gewalt
Im Jahr 2021 wurden rund 85.000 Kinder und Jugendliche Opfer von Gewalt. Obwohl körperliche Züchtigung in Costa Rica gesetzlich verboten ist, zeigen die jüngsten UNICEF-Statistiken, dass rund die Hälfte der Kinder im Alter zwischen zwei und 14 Jahren mit körperlicher oder psychischer Züchtigung bestraft werden. Es muss mehr getan werden, um das Bewusstsein für die negativen Auswirkungen von körperlicher Züchtigung zu schärfen und Eltern, Lehrenden und Betreuenden positive Erziehungsmethoden zu vermitteln.
Armut
Etwa eines von drei Kindern in Costa Rica lebt in Armut. Haushalte mit einem alleinerziehenden Elternteil, die von Frauen geführt werden oder nicht sozialversichert sind, sind häufiger von Armut betroffen. Der Klimawandel wirkt sich auch auf das Leben der ärmsten Bevölkerung aus. Ebenso hat die Inflation negative Folgen: Wenn die Lebensmittelpreise steigen, wird es für die Familien schwieriger, nahrhafte Lebensmittel zu kaufen.