Warum SOS-Kinderdorf in der Zentralafrikanischen Republik tätig ist
Mehr als 40 Prozent der Gesamtbevölkerung der Zentralafrikanischen Republik sind weniger als 14 Jahre alt. Kinder leiden am meisten unter den anhaltenden gewaltsamen Konflikten, da ihre Bildung unzureichend und ihre Zukunft unsicher ist. Infolge der Konflikte wurden über 700.000 Menschen vertrieben – die Hälfte davon sind Kinder. Sie sind besonders gefährdet, ausgebeutet, entführt, bedroht oder gezwungen zu werden, sich bewaffneten Gruppen anzuschließen.
Armut
Die Universität Oxford schätzt, dass rund 80 Prozent der Bevölkerung in der Zentralafrikanischen Republik in Armut leben und über die Hälfte davon von schwerer Armut betroffen ist. Das bedeutet, dass viele Menschen mit weniger als 1,90 US-Dollar am Tag auskommen müssen, um die grundlegendsten Bedürfnisse wie Gesundheit, Bildung und Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen zu erfüllen. Außerdem haben nur rund drei Prozent der Menschen Zugang zu Elektrizität, was einer der niedrigsten Werte weltweit ist.
Unterernährung
Aufgrund von Gewalt und Unsicherheit müssen viele Menschen ihre Häuser verlassen, was die Lebensmittelpreise in die Höhe treibt und die Bereitstellung humanitärer Hilfe erschwert. Viele Bezirke in der Zentralafrikanischen Republik verfügen nicht über die Mittel, um auf die akuten Bedürfnisse der Kinder zu reagieren. Rund 40 Prozent der Kinder unter fünf Jahren leiden an chronischer Unterernährung. Die Unterernährungsraten steigen, vor allem bei der vertriebenen Bevölkerung, die keinen Zugang zu den wichtigsten Gesundheits- und Ernährungssystemen hat.