Warum SOS-Kinderdorf in Togo tätig ist
Kinder in Togo sind mit vielen Problemen konfrontiert, darunter mangelnde Bildung, fehlender Zugang zur Gesundheitsversorgung, Unterernährung und Kinderarbeit. Obwohl sich die Situation in den letzten Jahren etwas verbessert hat, ist etwa die Hälfte der Bevölkerung arm. Der Mangel an angemessenen medizinischen Einrichtungen führt dazu, dass Kinder oft an vermeidbaren Krankheiten sterben.
Armut
Togo ist ist eines der ärmsten Länder der Welt. Haushalte, die von Frauen geführt werden, sind am stärksten von Armut betroffen. Frauen sind nach wie vor stärker gefährdet, weil sie weniger Zugang zu Bildung und Arbeit haben. Kinder in benachteiligten Haushalten verlassen oft frühzeitig die Schule, um ihre Familien zu unterstützen. Nur etwa die Hälfte der Kinder zwischen 13 und 15 Jahren geht zur Schule und nur ein Viertel jener zwischen 16 und 18 Jahren.
Kinderarbeit
Jedes dritte Kind in Togo im Alter von fünf bis 14 Jahren arbeitet. Die meisten Kinder aus ländlichen Gebieten arbeiten in landwirtschaftlichen Familienbetrieben, während jene in städtischen Zentren im Kleinhandel oder als Hausangestellte tätig sind. Kinder arbeiten auch in Steinbrüchen, wo sie schwere Steine transportieren oder Sand abbauen müssen, der für die Herstellung von Ziegeln verwendet wird. Die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Minderjährigen, insbesondere von jungen Mädchen, ist in einigen Regionen des Landes weitverbreitet.