SOS-Kinderdorf hilft der notleidenden Bevölkerung in Somaliland
Somaliland
SOS-Kinderdorf in Somaliland

SOS-Kinderdorf in Somaliland

Seit 2002 unterstützt SOS-Kinderdorf in Somaliland Kinder und Jugendliche, die ohne elterliche Betreuung aufwachsen müssen oder Gefahr laufen, diese zu verlieren.

Dürre und Hunger in Somaliland

Somaliland steht aufgrund ausgefallener Regenzeiten und anhaltender Dürre vor einer sich zuspitzenden humanitären Krise. Millionen Menschen sind von  Ernährungsunsicherheit betroffen, vor allem durch Ernteausfälle, Viehsterben und steigende Lebensmittelpreise. In mehreren Regionen hat das Dürrestadium einen kritischen Zustand erreicht. In Somaliland leiden rund 2,3 Millionen Menschen unter schwerer Ernährungsunsicherheit.* Das ist rund ein Drittel der Bevölkerung. 
So hilft SOS-Kinderdorf:  
Sicherung von Wasser und Hygiene: Aufbau und Reparatur von Wasserstellen, Verteilung von Hygieneartikeln und Aufklärung, damit Familien Zugang zu sauberem Wasser und besseren sanitären Bedingungen haben.  
Ernährung und Lebensgrundlagen stärken: Unterstützung der Menschen mit Lebensmittel oder Bargeld sowie beim Wiederaufbau von Einkommen, z. B. durch Landwirtschaft, Viehhaltung und Ausbildungsmöglichkeiten.  
Schutz von Kindern und Frauen verbessern: Psychosoziale Unterstützung und sichere Orte für Kinder, um Risiken wie Ausbeutung und Gewalt zu verringern und Aufklärung zu Gewalt und Kinderschutz.  
Mit den Hilfsmaßnahmen sollen insgesamt 128.000 Menschen erreicht werden. 
* Quelle: FSNAU (2026): Post-Deyr Situation Analysis of Somaliland 

Warum SOS-Kinderdorf in Somaliland tätig ist 

Das Ende von Gewalt und Instabilität markiert einen bedeutsamen Fortschritt, um sicherzustellen, dass Kinder und Familien in Somaliland von Entwicklungen in Bildung, Gesundheitsversorgung, Ernährung und Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen profitieren können. Trotzdem bleiben die Herausforderungen für diese Bevölkerungsgruppen erheblich. Nach wie vor müssen dauerhafte Lösungen für die langfristigen Probleme gefunden werden. Der Zugang zu Bildung ist extrem eingeschränkt. Mehr als die Hälfte der Kinder in Somaliland geht nicht zur Schule. Ohne Bildung ist es unwahrscheinlicher, dass sie in der Lage sind, sich selbst zu versorgen, wenn sie älter sind. Dadurch setzt sich der Kreislauf der Armut fort.

Armut und Unterernährung

Fast sieben von zehn Menschen in Somaliland leben von weniger als 1,90 US-Dollar am Tag. Damit weist das Land eine der höchsten Armutsraten im südlichen Afrika auf. Die Armut ist weitverbreitet und tiefgreifend, vor allem in Haushalten in ländlichen Gebieten und in Siedlungen für Binnengeflüchtete. Die Zahl der Menschen, deren Ernährung unsicher ist und die unter Langzeitstress leiden, steigt tendenziell an. Etwa 1,2 Millionen Kinder unter fünf Jahren sind akut unterernährt.

Bildung

Dürre, Ernährungsunsicherheit, Armut und Ungleichheit stellen bedeutende Hindernisse dar. Sie erschweren die Anstrengungen, dass mehr Kinder und Jugendliche in Somaliland zur Schule gehen. Die Bildungschancen für schulpflichtige Kinder sind besonders schlecht in ländlichen Gebieten und für Binnenvertriebene. Nur ein Viertel der Kinder in ländlichen Gebieten haben Zugang zu einer Grundschulbildung.

Somaliland

Obwohl die internationale Gemeinschaft die autonome Region Somaliland nicht als unabhängigen Staat anerkennt, stellt sie eine Oase der vergleichsweise politischen Stabilität inmitten des anhaltenden Chaos und der Zerstörung im Horn von Afrika dar. Allerdings kämpfen die meisten Menschen weiterhin mit Armut und hoher Arbeitslosigkeit. Obwohl es Verbesserungen gibt, steht die Regierung vor Herausforderungen bei der Bereitstellung grundlegender Güter und Dienstleistungen. Der Klimawandel verschärft die Lage zusätzlich, da sich das Wetter verändert. Es kommt zu Dürren, Überschwemmungen und Heuschreckenplagen. Das zwingt viele Familien, ihre Häuser zu verlassen und ihr Leben ohne ausreichende soziale Unterstützung neu aufzubauen.

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