Warum SOS-Kinderdorf im Senegal tätig ist
Im Senegal sind rund acht Millionen Kinder unter 18 Jahre alt, das ist ungefähr die Hälfte der gesamten Bevölkerung. Kinder und Jugendliche sind nach wie vor mit einem hohen Maß an Gewalt und mangelnden Möglichkeiten konfrontiert. Die Rechte der Kinder sind nicht ausreichend geschützt. Rund ein Viertel wird zur Arbeit gezwungen. Mädchen sind besonders gefährdet, da sie nicht nur häufiger die Schule abbrechen, sondern auch von Frühehen, sexueller Gewalt und weiblicher Genitalverstümmelung bedroht sind.
Armut
Obwohl sich die wirtschaftliche und soziale Lage im Senegal verbessert, leben immer noch fast 40 Prozent der Menschen in Armut. Die Armut ist in den ländlichen Gebieten im Norden, Süden und Osten des Landes am größten. Viele Menschen leben dort von der Landwirtschaft und sind häufig vom Klimawandel betroffen. Aufgrund der harten Lebensbedingungen in einigen Gebieten ziehen viele Familien auf der Suche nach einem besseren Leben in die Städte.
Unterernährung
Etwa jedes fünfte Kind unter fünf Jahren wächst nicht so, wie es sollte, weil es nicht genügend Nahrung bekommt. Die Familien sind oft nicht in der Lage, ihre Kinder mit nahrhaften Lebensmitteln zu versorgen. Aufgrund des Klimawandels und der wiederkehrenden Dürren und Überschwemmungen sind mehr als vier Millionen Menschen im Senegal von Ernährungsunsicherheit betroffen und haben so keinen Zugang zu ausreichend nahrhaften Lebensmitteln.