Warum SOS-Kinderdorf in Sambia tätig ist
Die Kinder in Sambia sind in hohem Maß von Gewalt betroffen. Tatsächlich haben über 30 Prozent der Frauen und 40 Prozent der Männer als Kind körperliche Gewalt erfahren. Darüber hinaus haben etwa zehn Prozent der Kinder einen oder beide Elternteile verloren, was sie besonders anfällig für Risiken wie Kinderarbeit und frühe Heirat macht. Unterernährung ist auch ein Problem. Wenn Kinder nicht die nahrhaften Lebensmittel erhalten, die sie brauchen, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie sich vermeidbare Krankheiten zuziehen.
Bildung
Insgesamt ist die Zahl der Kinder, die eine Grundschule besuchen, in den letzten Jahren gestiegen. Heute schließen über 70 Prozent aller Kinder in Sambia die Grundschule ab. Allerdings besuchen nur über 40 Prozent eine weiterführende Schule. Das ist auf die hohen Kosten und die Tatsache zurückzuführen, dass sie für die Familie arbeiten müssen, um zum Familieneinkommen beizutragen. Nach Angaben von UNICEF sind über 20 Prozent der Kinder von Kinderarbeit betroffen.
Gesundheit
In mancher Hinsicht verbessert sich die Gesundheit der sambischen Kinder. Die Säuglingssterblichkeitsrate geht stetig zurück. Allerdings besteht ein größerer Bedarf an Schwangerenvorsorge und postnataler Betreuung. Unterernährung ist häufig die Ursache für viele Gesundheitsprobleme und Todesfälle bei Kindern. Viele Krankheiten könnten verhindert werden oder wären behandelbar, wenn die Familien es sich leisten könnten.