SOS-Kinderdorf in Ruanda hilft benachteiligten Kindern und Jugendlichen auf ihrem Weg in ein eigenständiges Leben
Ruanda
SOS-Kinderdorf in Ruanda

SOS-Kinderdorf in Ruanda

Seit 1978 unterstützt SOS-Kinderdorf in Ruanda Kinder und Jugendliche, die ohne elterliche Betreuung aufwachsen müssen oder Gefahr laufen, diese zu verlieren. 

Warum SOS-Kinderdorf in Ruanda tätig ist 

In Ruanda wachsen über eine halbe Million Kinder ohne ihre Eltern auf, und noch viel mehr laufen Gefahr, sie zu verlieren. Das ist häufig auf HIV und Aids zurückzuführen. Ohne Betreuung sind die Kinder oft sich selbst überlassen und leben in Armut. Viele sind mangelernährt, was sich langfristig auf ihre Entwicklung auswirkt. Sie haben auch keinen Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen. Dies setzt sie dem Risiko von Krankheiten aus. In ihrer verzweifelten Not brechen viele Kinder die Schule ab, um zum Haushaltseinkommen beizutragen oder sich selbst zu versorgen. Ohne Schulbildung sind ihre Chancen gering, der Armut zu entkommen.

Bildung

Ruanda ist eines der Länder mit den besten Bildungsergebnissen. Dennoch gibt es im Bildungsbereich noch einige Herausforderungen. Obwohl fast jedes Kind eingeschult wird, schließen nur drei von zehn Kindern die Grundschule ab. Mädchen brechen die Schule noch häufiger ab, da von ihnen erwartet wird, dass sie im Haushalt mithelfen. Außerdem sind die Klassenzimmer oft überfüllt, und die Qualität der Bildung ist immer noch relativ niedrig.

Armut

Die Armut in Ruanda ist in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Doch rund 40 Prozent der Menschen sind weiterhin arm, vor allem in den ländlichen Gebieten. Die meisten dort leben von der Landwirtschaft, aber viele Familien haben Mühe, genug zu ernten, um davon leben zu können. Tausende haben keinen Zugang zu angemessenen Wohnungen, sauberem Trinkwasser oder sanitären Einrichtungen wie Toiletten. Dies ist vor allem für Kinder gefährlich, für die ein erhöhtes Risiko von durch Wasser übertragene Krankheiten besteht.

Ruanda

Die Republik Ruanda liegt im Osten Afrikas und hat eine Bevölkerung von über zwölf Millionen Menschen. Es ist ein sehr kleines, aber das am dichtesten besiedelte Land in Afrika. Seine Geschichte ist von massiver ethnischer Gewalt zwischen der Hutu-Mehrheit und der dominierenden Tutsi-Minderheit geprägt, und es ist immer noch um den Wiederaufbau bemüht. Die Regierung hat Maßnahmen ergriffen, um die Armut zu verringern, die wirtschaftlichen Aktivitäten zu erweitern und die Infrastruktur auszubauen. Jedoch haben nach wie vor viele Menschen keinen Zugang zu angemessenen Wohnungen, sauberem Trinkwasser und Sanitäranlagen. Außerdem stellen HIV und Aids immer noch eine Herausforderung dar.

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