Warum SOS-Kinderdorf in Malawi tätig ist
Kinder in Malawi stehen vor mehreren Herausforderungen. In ländlichen Gebieten leben sie unter schlechten Bedingungen ohne Zugang zu fließendem Wasser, sanitären Einrichtungen oder medizinischer Versorgung. Dies setzt sie dem Risiko von Infektionskrankheiten aus. Oft müssen sie arbeiten, um über die Runden zu kommen. Sie gehen nicht zur Schule, was es äußerst schwierig macht, dem Kreislauf der Armut zu entkommen. Kleinkinder sind besonders von der unsicheren Ernährungslage betroffen, da sich Unterernährung nachhaltig negativ auf ihre körperliche und geistige Entwicklung auswirkt.
Kinderarbeit
In Malawi arbeitet jedes fünfte Kind im Alter von fünf bis 14 Jahren. Schwere Armut und der Verlust der elterlichen Fürsorge aufgrund von HIV/AIDS sind die Hauptfaktoren, die Tausende von Kindern in die Kinderarbeit treiben, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Während Jungen in der Regel auf den Feldern arbeiten, verkaufen Mädchen Waren oder werden zu kommerzieller sexueller Ausbeutung gezwungen. Obwohl der Schulbesuch in den letzten Jahren zugenommen hat, schließt nur etwa die Hälfte der Kinder die Grundschule ab. Außerdem ist die Qualität der Bildung schlecht.
Armut
Etwa die Hälfte der Menschen in Malawi leben in Armut. Vor allem in ländlichen Gebieten leben Millionen unter katastrophalen Bedingungen ohne Zugang zu fließendem Wasser, sanitären Anlagen oder medizinischen Einrichtungen. Viele leben von der Landwirtschaft, die von wiederkehrenden Überschwemmungen und Dürren bedroht ist. Etwa die Hälfte der armen Menschen des Landes lebt in extremer Armut und hat kaum genug zu essen. Das hat besonders schwerwiegende langfristige Folgen für Kinder, da sie nicht genügend Nahrung für eine gesunde Entwicklung erhalten.