Schulkinder aus dem SOS-Kinderdorf Vontovorona in Madagaskar
Madagaskar
SOS-Kinderdorf in Madagaskar

SOS-Kinderdorf in Madagaskar

Seit 1986 unterstützt SOS-Kinderdorf in Madagaskar Kinder und Jugendliche, die ohne elterliche Betreuung aufwachsen müssen oder Gefahr laufen, diese zu verlieren.  

Warum SOS-Kinderdorf in Madagaskar tätig ist 

Kinder und Jugendliche gehören zu den am meisten gefährdeten Gruppen in Madagaskar. Fast neun Millionen Kinder leben in Armut, vor allem in den ländlichen Gebieten. Viele erhalten nicht die nötige Menge oder Art von Nahrung, die sie brauchen, um gesund zu wachsen. Da die Familien um ihren Lebensunterhalt kämpfen, brechen viele Kinder die Schule ab, denn sie müssen oft arbeiten. Junge Mädchen sind in der Regel besonders schutzlos, da ein beträchtlicher Teil von ihnen vor dem 18. Lebensjahr verheiratet wird. Dies bedeutet häufig das Ende ihrer formalen Ausbildung.

Unterernährung


Unterernährung ist in Madagaskar ein weitverbreitetes Problem. Unbeständige Witterungsbedingungen zerstören die Ernten und viele in Armut lebende Menschen sind nicht in der Lage, ihre Familien mit ausreichend nahrhaften Lebensmitteln zu versorgen. Rund zwei Millionen madagassische Kinder unter fünf Jahren sind von Unterernährung betroffen und wachsen nicht gesund auf. Das hat oft dauerhafte Auswirkungen auf ihr körperliches Wachstum und ihre geistige Entwicklung.

Bildung


Obwohl die Zahl in den letzten Jahren gestiegen ist, gehen mehr als 900.000 madagassische Kinder nicht zur Schule. Außerdem schließt nur eines von drei Kindern die Grundschule ab. In der Folge verfügen nur sehr wenige über Mindestkompetenzen im Lesen und in der Mathematik. Viele besuchen die Schule nicht oder brechen sie aus wirtschaftlichen Gründen ab, weil sie arbeiten und zum Familieneinkommen beitragen müssen. Fast ein Viertel der Kinder unter 18 Jahren arbeitet, oft unter ausbeuterischen und gefährlichen Bedingungen.  

Madagaskar

Madagaskar ist eine Insel vor der ostafrikanischen Küste, auf der rund 26 Millionen Menschen leben. Das Land ist reich an fruchtbaren Böden, wird jedoch häufig von Naturkatastrophen wie Zyklonen, Dürren und Überschwemmungen heimgesucht. Davon sind Tausende Menschen betroffen, die von der Landwirtschaft leben. Viele haben schon jetzt Mühe, ihre Familien zu ernähren. Ohne Zugang zu Sanitäranlagen oder sauberem Trinkwasser sind sie gefährdet, sich mit Krankheiten anzustecken.

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