Warum SOS-Kinderdorf in Guinea tätig ist
Die Republik Guinea liegt in Afrika südlich der Sahara und hat gemeinsame Grenzen mit sechs anderen westafrikanischen Ländern. Sie hat eine Bevölkerung von 13 Millionen Menschen. Obwohl das Land reich an Bodenschätzen wie Gold und Diamanten ist, gab es in den letzten Jahren immer wieder gesellschaftspolitische Krisen. Das hat sich negativ auf die Lebensbedingungen der Bevölkerung ausgewirkt. Guinea hat auch viele Geflüchtete aufgenommen, die aus den Nachbarländern Liberia und Sierra Leone geflohen sind, was die lokale Wirtschaft belastet.
Ernährungsunsicherheit
Viele Menschen in Guinea haben mit Armut und Ernährungsunsicherheit zu kämpfen. Rund ein Fünftel der Haushalte sind von Ernährungsunsicherheit betroffen, was bedeutet, dass sie keinen regelmäßigen Zugang zu nahrhaften Lebensmitteln haben. Infolgedessen sind 30 Prozent der Kinder unter fünf Jahren zu klein für ihr Alter. Kinder, die nicht die nötige Nahrung erhalten, sind gefährdet, krank zu werden, und sterben eher an einer der häufigen Kinderkrankheiten.
Kindersterblichkeit
Guinea hat eine der höchsten Sterblichkeitsraten bei Kindern unter fünf Jahren in der Region. Viele Kleinkinder sterben an vermeidbaren Krankheiten wie Polio, Masern, Malaria oder Gelbfieber. 9,5 Prozent lebendgeborener Kinder sterben, bevor sie das fünfte Lebensjahr erreichen. Diese Zahl spiegelt die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Bedingungen wider, unter denen Kinder leben. Wie zum Beispiel der Zugang von Kindern und Gemeinden zu medizinischer Grundversorgung, Impfungen und angemessener Ernährung.