Warum SOS-Kinderdorf in Gambia tätig ist
In Gambia sind über 40 Prozent der Bevölkerung unter 14 Jahre alt. Kinder sind häufig mit Frühverheiratung und Schwangerschaft, sexuellem Missbrauch und Ausbeutung, Kinderhandel und körperlicher oder psychischer Misshandlung konfrontiert. Über diese Themen wird oft nicht offen gesprochen, was bedeutet, dass viele Kinder weiterhin im Stillen leiden.
Unterernährung
Die Ernährungsunsicherheit hat in den letzten fünf Jahren aufgrund schwacher Nahrungsmittelproduktion und einer Zunahme von Dürren und Überschwemmungen zugenommen. Rund zehn Prozent der Kinder leiden an akuter Unterernährung, während über 20 Prozent unter Wachstums- und Entwicklungsstörungen leiden und für ihr Alter zu klein sind. Gambia produziert nur die Hälfte der benötigten Nahrungsmittel und ist in hohem Maße von Nahrungsmittelimporten abhängig.
Gewalt gegen Kinder
Viele Menschen in Gambia halten immer noch an traditionellen Überzeugungen fest. Viele Menschen glauben, dass eine körperliche Züchtigung der Kinder akzeptabel ist. Infolgedessen erleben fast 90 Prozent der Kinder körperliche Gewalt. Das kann besonders in jungen Jahren schädlich sein, da ein erhöhtes Risiko für körperliche Verletzungen und seelische Schäden besteht. Kinder sind nicht in der Lage, die Motivation hinter der Tat zu verstehen oder Bewältigungsstrategien zu entwickeln.