Ein dumpfes Hämmern durchdringt Chrisse Carelles Zimmer. Von ihrem Fenster aus beobachtet die Sechzehnjährige die Bauarbeiter. Ihre Augen folgen den Männern in ihrer robusten Arbeitskleidung, wie sie geschäftig mit Schubkarren beladen vorbeimarschieren. Momentan gibt es viele Bauarbeiten im SOS-Kinderdorf Bujumbura, dem Zuhause von Chrisse Carelle.
Bauarbeiten im SOS-Kinderdorf Bujumbura
Nach fast 40 Jahren wird der Standort derzeit saniert. Das Klima und die intensive Nutzung haben den Gebäuden und der Infrastruktur zugesetzt.
Chrisse Carelle wohnt zusammen mit ihren beiden Schwestern im SOS-Kinderdorf Bujumbura, seitdem sie drei Jahre alt ist. Ihre Mutter konnte sich nicht mehr um die Mädchen kümmern und gab sie in die Hände von SOS-Kinderdorfmutter Rose. Diese nahm die drei bei sich auf und umsorgte sie liebevoll. Heute sind sie zu starken Mädchen herangewachsen.
Viel hat sich nicht verändert, seitdem Chrisse Carelle 2010 ins SOS-Kinderdorf Bujumbura kam. Sowohl die Familienhäuser als auch die Schulgebäude und das medizinische Zentrum müssen grundlegend renoviert werden, damit Kinder dort auch weiterhin gut leben und lernen können.
Warum die Renovierung wichtig ist
In Chrisse Carelles altem Familienhaus werden in allen Zimmern, Bädern und der Küche neue Böden mit Fliesen verlegt. „Das ist nicht nur schöner, sondern auch viel hygienischer und praktischer beim Putzen“, freut sich die 16-Jährige. Auch die Wege rund ums Haus und zur Schule werden zementiert, die Wände werden neu verputzt und bekommen einen wasserfesten Anstrich.
Die Renovierungsarbeiten bringen zudem mehr Sicherheit mit sich. „Manchmal waren die Ziegel unseres Hausdachs so locker, dass sie heruntergefallen sind“, erzählt sie. „Das war gefährlich und hätte jemanden verletzen können. Außerdem ist das Dach undicht, wir haben viele Löcher. Manchmal regnete es sogar rein, wenn wir beim Abendessen saßen.“ Nun bekommt die Familie ein neues Dach, das auch die Hitze sehr gut abhalten kann.
