Warum SOS-Kinderdorf in Angola tätig ist
Kinder und Jugendliche in Angola stehen nach wie vor vor vielen Herausforderungen. Nur 25 Prozent der Kinder unter fünf Jahren sind bei den Behörden registriert. Wenn ein Kind keine offiziellen Dokumente hat, kann es schwer sein, Zugang zu Schulbildung, Gesundheitsversorgung und anderer Hilfe zu erhalten. Die Auswirkungen des langen Kriegs und der bestehenden Konflikte wirken sich weiterhin auf Kinder aus. Millionen von Landminen liegen noch immer in nicht gekennzeichneten Gebieten vergraben und verursachen tragische Unfälle. Viele Kinder haben durch den Krieg, aber auch durch HIV und Aids, die elterliche Fürsorge verloren. Dazu kommen Klimawandel und Naturkatastrophen wie Dürren und Überschwemmungen, die ihr Leben beeinträchtigen.
Gesundheit
Die Gesundheit der Kinder in Angola ist durch wiederholte humanitäre Krisen gefährdet. Der Mangel an flächendeckender medizinischer Hilfe führt dazu, dass Kinder an vermeidbaren und leicht behandelbaren Krankheiten wie Malaria leiden. Die Sterblichkeitsrate von Kleinkindern gehört zu den höchsten der Welt. Von der Dürre im Jahr 2016 waren 1,4 Millionen Menschen betroffen. Da die Lebensmittelpreise stiegen, waren viele Familien nicht in der Lage, ihre Kinder zu ernähren.
Bildung
Die Schul- und Bildungssituation in Angola hat sich verbessert. Die Qualität des Unterrichts nimmt zu, und mehr Kinder gehen zur Schule. Doch obwohl 76 Prozent der Kinder die Grundschule besuchen, gehen nur 30 Prozent auf weiterführende Schulen. Infolgedessen können 33 Prozent der Jugendlichen nicht lesen und schreiben. Mädchen brechen häufiger die Schule ab als Jungen. Die Gründe dafür sind unter anderem die frühe Verheiratung in Verbindung mit Notlagen. 30 Prozent der Frauen zwischen 20 und 24 Jahren waren bereits vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet oder in einer Partnerschaft.