Tipp 1: Rituale finden
Das Baby hat noch keine besonderen Erwartungen an Weihnachten. Die Eltern sollten sich in Ruhe überlegen, was sie selbst schön und auch nicht so schön an ihren bisherigen Weihnachtserlebnissen fanden und zukünftig für ihre Familie möchten. Möchten sie bestimmte Rituale aus ihrer Kinderzeit wiederbeleben oder übernehmen? Was sind die eigenen aktuellen Bedürfnisse?
Tipp 2: Babys und Geschenke
Babys brauchen noch keine Geschenke, es ist eher Bedürfnis der Erwachsenen etwas zu schenken, als Erinnerung an sie oder weil es ihnen selbst gefällt. Das ist in Ordnung. Vielleicht ist manches noch nötig anzuschaffen. Es wäre gut, wenn Eltern hier mitbestimmen könnten. Vielleicht hilft den Eltern ein Zeit- oder Geldgeschenk am meisten. Vielleicht wollen die Eltern gemeinsam essen gehen und suchen eine Betreuung. Oder es muss der Baby-Schwimmkurs bezahlt werden.
Eineinhalb- bis Zweijährige haben Spaß am Auspacken, manchmal mehr als an dem Verpackten selbst. Babys noch nicht. Wenn Eltern Wünsche für das Kind haben, sollten sie die bei den Verwandten ansprechen. Die Aufmerksamkeit eines Babys für Dinge sollte nicht überstrapaziert werden, sonst überdreht es nur. Jedes einzelne Geschenk braucht Würdigungszeit, also dafür eher mehrere Tage einplanen und den Schenkenden erklären. Eltern können auch nachträglich ein Foto schicken, wie Baby im neuen Strampler aussieht oder die Ringrassel hält. Für die Verpackung wählen Eltern am besten eine umweltfreundliche Verpackung, wie Recycling, Stoff, wiederverwendbare Boxen.
Tipp 3: Planung und Aufgaben verteilen
Eltern sollten sich im Vorfeld Gedanken machen, wie sie die Feiertage verbringen möchten. Sollen die Großeltern glücklich gemacht werden oder möchten die Eltern selbst verwöhnt werden? Wollen sie zu Gast sein oder selbst Gastgeber? Oder möchten sie die neue Dreieinigkeit erst mal etablieren und genießen? Gibt es zwei Großelternpaare, soll aus Gerechtigkeitsgründen jedes eingeladen oder besucht werden? Oder lässt sich das auf die Folgejahre verschieben? Wer soll alles beschenkt werden?
Wenn es Gäste gibt oder sie selbst zu Gast sind, macht es Sinn, Ankunfts- und Abfahrtszeiten, Essenszeiten, Spaziergang, Kirchgang gut abzustimmen und die bisherigen Routinen des Babys dabei einzuplanen und/oder nicht alles mit zu machen, damit es nicht zu aufregend ist.
Die Großeltern, Tanten, Onkels möchten bestimmt gerne die neue Familie betüddeln, das dürfen die Mütter/Väter auch annehmen, wieviel und wie lange sollte offen besprochen werden. So wie beim Baby müssen alle wissen, Pausenwünsche bedeuten nicht Ablehnung der Person. Rückzugsmöglichkeiten sind allen zu gönnen.
Aufgaben lassen sich verteilen wie Essen mitbringen, Vorkochen, Lieder anstimmen, Raumdekoration, Kinderwagen schieben etc.
Tipp 4: Routinen erhalten
Im Prinzip sollten die Rhythmen bzw. die Bedürfnisse, wie Hunger, Schlaf, Bewegung, Kontakt, Ruhe, des Babys beachtet werden. Viele Babys finden es ganz gut, dass viele Leute da sind, wenn die Stimmung gut ist und es die Eltern genießen können. Aber dennoch sollten Ruhezeiten eingeplant werden, damit ein sonst eventuell überdrehtes Kind wieder runterkommen kann. Die Erwachsenen brauchen das bestimmt auch. Sind noch ältere Kinder dabei, wird vieles von deren Routinen (Mittagschlaf, Essenszeiten) bestimmt sein.
Tipp 5: Stress vermeiden
Für das Baby sollten sich Stress und Aufregung in Grenzen halten, dafür braucht es entspannte, gelassene Eltern. Mit weniger Reizen lässt es sich oft besser genießen. Und Reize lassen sich steuern: Ein Raum mit gedämpftem Licht, ruhiger Musik und Stille, so können Eltern mit dem Kind staunen und lauschen.
Tipps für Silvester
Lärm um Mitternacht
Ob das Baby aufwacht, hängt auch von den räumlichen Gegebenheiten ab: Eltern können den Schlafplatz abschirmen und sollten in der Nähe bleiben, falls das Baby wach wird und Beruhigung braucht. Die Knallerei draußen zu erleben wäre definitiv zu viel für ein Baby und sein empfindliches Gehör.
Schlafbedürfnisse berücksichtigen
Eltern sollten auch das gegenseitige Schlafbedürfnis beachten und falls ein Elternteil Party machen will: Ausschlafen und Abwechseln besprechen.
Nicht zu sehr an der Uhr kleben
Wie bei Weihnachten sollten Eltern überlegen, welche Bedeutung Sylvester für die Familie zukünftig haben soll und welche aktuellen Bedürfnisse es gibt. Dem Baby ist Sylvester egal. Es muss sich nicht alles auf Mitternacht zuspitzen. Viele feiern, vor allem mit älteren Kindern, ein sogenanntes Kinder-Silvester. Partyzeit und Wunderkerzen oder Tischfeuerwerk kann es auch z. B. um 18 Uhr geben.