Damit ein schwerer Start nicht das Ende bedeutet
Drogen, Alkohol, Gewalt: All das bestimmt das Leben der achtjährigen Karina*. Die Eltern können sich aufgrund ihrer Suchtproblematiken nicht ausreichend um das Mädchen kümmern ‒ Karina muss aus der Familie genommen werden. In einem SOS-Kinderdorf findet sie ein neues Zuhause.
Wie jeden Morgen steht Karina selbstständig auf. Um das Frühstück muss sie sich alleine kümmern. In der Küche häufen sich leere Alkoholflaschen – die kennt Karina schon, sie nennt sie „Mamawasser“. Schon lange hat ihre Mutter mit einer Drogen- und Alkoholsucht zu kämpfen. In der Schule fällt auf, dass etwas nicht stimmt. Karina trägt schmutzige Klamotten, hat oft kein Pausenbrot dabei. Sie kommt häufig zu spät und vergisst die Hausaufgaben – die erste Klasse muss sie wiederholen. Karina versucht, sich die Aufmerksamkeit zu holen, die zu Hause fehlt, stellt sich in den Mittelpunkt und wird sogar handgreiflich gegenüber ihren Mitschülerinnen und Mitschülern.
Zuhause wird Karina vernachlässigt und muss mit ansehen, wie sich die Streitereien zwischen ihren alkoholsüchtigen Eltern immer mehr zuspitzen. Als es schließlich zur Eskalation kommt, nimmt das Jugendamt das Mädchen aus der Familie. Karina verbringt wenige Monate in einer Pflegefamilie, bis sie schließlich in eine Kinderwohngruppe von SOS-Kinderdorf aufgenommen wird.
Lichtblicke für Karina
Karina fühlt sich in ihrem neuen Zuhause schnell wohl. Zurück zu ihrer Mutter will sie nicht. „Die Mama tut mir nicht gut“, sagt sie. Die Jahre der Gewalt und körperlichen und emotionalen Vernachlässigung haben Spuren hinterlassen. Kognitiv kann sie nicht mit gleichaltrigen Kindern mithalten. Schnell wird klar, dass eine Regelschule nicht der richtige Ort für Karina ist, sie wird in eine Förderschule versetzt.
Im SOS-Kinderdorf bekommt sie die Unterstützung, die sie benötigt, um Rückstände aufzuarbeiten und ihre Vergangenheit zu bewältigen. Karinas Betreuerinnen und Betreuer kümmern sich um einen Therapieplatz für das Mädchen. Bei SOS-Kinderdorf nimmt sie an Angeboten wie Musikpädagogik und Kunsttherapie teil.
Zum ersten Mal in ihrem Leben hat Karina ein gesundes Verhältnis zu ihrem Umfeld. Im Jugendzentrum, Kinderfußball und in der Wohngruppe lernt sie kennen, was Gemeinschaft bedeutet. Karina kann viel Kraft aus ihrer neuen Lebenssituation schöpfen.
Ihre Hilfe schenkt Zukunft
Ob Karina ihre schwierige Vergangenheit ganz hinter sich lassen kann, wird die Zeit zeigen. Aber heute hat sie ein stabiles Zuhause, verlässliche Bezugspersonen und eine echte Chance auf ein besseres Leben. Das ist nur möglich dank der Unterstützung von Menschen wie Ihnen. Mit Ihrer Spende helfen Sie, dass Kinder wie Karina wieder Hoffnung schöpfen und zuversichtlich in die Zukunft blicken können.
* Namen, biografische Details und Abbildungen wurden zum Schutz der Privatsphäre verändert.
