
Bauprojekte in Afrika
Ein sicheres Zuhause für Kinder in Bujumbura
Das SOS-Kinderdorf Bujumbura in Burundi gibt seit 1985 verlassenen und verwaisten Kindern ein neues Zuhause. Damit die Kinder am größten Standort des afrikanischen Landes auch weiterhin gut leben und lernen können, ist es notwendig, die Gebäude, die Wege und die übrige Infrastruktur des Kinderdorfs nach fast 40 Jahren zu renovieren.
Renovierungsmaßnahmen nötig
Das SOS-Kinderdorf in Bujumbura, der größten Stadt und dem wirtschaftlichen Zentrum Burundis, ist in die Jahre gekommen, das tropische Klima hat der Gebäudesubstanz im Lauf der Zeit zusätzlich stark zugesetzt. Neben einem guten Dutzend Familienhäusern umfasst das Kinderdorf unter anderem ein medizinisches Zentrum, einen Kindergarten, eine Grundschule und eine Sekundarschule, die auch Kindern und Familien von außerhalb offenstehen.
Damit die Kinder und Jugendlichen wieder ein Umfeld zum Wohlfühlen und einen Ort der Geborgenheit bekommen, muss einiges erneuert werden. Zum einen sind neue Dächer, die die Hitze abhalten, und die Reparatur kaputter Fenster und Türen geplant. Auch die Böden in den Gebäuden, über die so viele große und kleine Füße laufen, stehen auf der Agenda. „Mit der Renovierung unserer Familienhäuser und den anderen Gebäudeanlagen werden sich die Kinder noch wohler fühlen und das Erscheinungsbild unseres Kinderdorfs wird deutlich verbessert,“ sagt Betreuerin Goreth.
Auch Reparaturarbeiten an Gehwegen, rissigen Innen- und Außenwänden und das Aufbringen eines wasserfesten Anstrichs zur Verhinderung weiterer Erosionen sind geplant. In den Innenräumen sollen neue Fliesen für die Küchen und Sanitäranlagen verlegt werden.
Auch Nachhaltigkeit ist wichtig
Bei den Maßnahmen wird auch auf Nachhaltigkeit geachtet, zum Beispiel mit der Instandhaltung des elektrischen Systems und dem Ersatz der vorhandenen Glühbirnen durch LED-Lampen. Außerdem muss das Entwässerungssystem repariert werden. Mit der Errichtung eines Regenwasserauffangsystems soll Wasser gespart werden. Somit sorgen die Renovierungsarbeiten nicht nur für mehr Wohnkomfort, sondern sorgen auch für einen geringeren Ressourcenverbrauch und schonen die Umwelt. Auch der Direktor des SOS-Kinderdorfs Bujumbura äußerte sich zufrieden: „Ich kann sagen, dass die Renovierung eine Lösung für viele Probleme ist, unter anderem für die unzureichenden Unterkünfte aufgrund alter und beschädigter Dächer. Denn nur wenn die Kinder an einem sicheren Ort leben und lernen, können sie auch gute Ergebnisse erzielen!"
Die Bauarbeiten werden vollständig durch Spenden aus Deutschland finanziert. Burundi gilt als eines der ärmsten Länder auf der Welt. Die Arbeiten haben Ende 2023 begonnen und sollen bis zum Jahresende 2024 abgeschlossen sein.