Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM)
Die Mitarbeit in den Arbeitsbereichen der WfbM (Werkstatt für Menschen mit Behinderung) von SOS-Hof Bockum ermöglicht Menschen mit Behinderung die Teilhabe am Arbeitsleben.
Käse und andere Milcherzeugnisse, Gemüse und Tischlereiprodukte aus eigener Produktion werden vorwiegend in der Region verkauft, Dienstleistungen der Arbeitsbereiche Hauswirtschaft oder Landschaftspflege von unterschiedlicher Kundschaft in Anspruch genommen. Die Arbeitsprozesse und die Verwertung der Produkte vermitteln den Werkstattbeschäftigten, dass sie und ihre Arbeitsleistung gebraucht werden. Dabei legen wir Wert auf wirklichkeitsnahe Arbeit nach wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten.
Das Arbeiten in den Bioland-zertifizierten Berufsfeldern der WfbM (Landwirtschaft, Käserei, Gärtnerei) bedeutet im Besonderen das Eingebundensein in den Zyklus der Natur sowie die Förderung einer ganzheitlichen Betrachtungsweise im Hinblick auf ökologische Zusammenhänge. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, in Betrieben der Umgebung einen Arbeitsplatz zu finden, sogenannte Außenarbeitsplätze.
Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich
Neu aufgenommene Menschen durchlaufen in der WfbM zunächst für drei Monate das Eingangsverfahren. Anschließend erfolgt für zwei Jahre die Teilnahme am Berufsbildungsbereich. Das bedeutet eine praktische und theoretische berufliche Grundbildung in dem Arbeitsbereich, der, soweit möglich, dem Berufswunsch der Person entspricht. Während des Berufsbildungsbereichs erhalten die Teilnehmenden Ausbildungsgeld, dessen Höhe die Bundesagentur für Arbeit festlegt.
Wir fördern jede teilnehmende Person anhand eines individuellen Eingliederungs- und Rahmenlehrplans. Das kann auch bedeuten, dass ein Teil der beruflichen Bildung in Form eines Praktikums in einem Betrieb der Umgebung durchgeführt wird. Anhand dieser Praktika können die Teilnehmenden verschiedene Tätigkeitsfelder eines Berufsbildes kennen lernen und erste Erfahrungen unter den Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes machen. Zum Abschluss des Berufsbildungsbereichs erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat, in dem ihre Kenntnisse bescheinigt werden. Außerdem wird ein Arbeitsvertrag, der sogenannte Werkstattvertrag, geschlossen. Sie bekommen Lohn für ihre Arbeitsleistung und die Werkstattbeschäftigten sind sozialversichert.
