Spielbesuch einer Studentin
Spielen zu Hause

Spielen zu Hause – ein präventives Angebot zur Elternstärkung

„In unseren präventiven Angeboten ‚Spielen zu Hause‘ und den Spieltreffs nehmen Eltern wahr, was ihre Kinder schon alles können und bekommen wertvolle Anregungen für das gemeinsame Spiel mit ihrem Kind“, berichtet Morena Dalmatin, eine der beiden zuständigen Referentinnen aus dem Referat Angebots- und Qualitätsentwicklung bei SOS-Kinderdorf.

Exklusive Spielzeit zu Hause

Bei „Spielen zu Hause“ werden Kinder bis zum 3. Lebensjahr und ihre Familien von professionell angeleiteten Spielbegleiter*innen über mehrere Monate zu Hause besucht. Der Fokus liegt auf der Förderung der kindlichen Spielentwicklung und der positiven Eltern-Kind-Interaktion in der frühen Kindheit:
  • Spielbegleiter*innen kommen zu den Familien nach Hause und begleiten sie individuell in einem 1:1-Kontakt.
  • Die Familien erhalten Anregungen für das gemeinsame Spiel und erleben gemeinsame Quality-Time.
  • Eltern werden für die individuelle Entwicklung und die Bedürfnisse ihres Kindes sensibilisiert.
  • Die exklusive Spielzeit fördert eine positive Eltern-Kind-Interaktion und stärkt die Bindung und Beziehung der Eltern zu ihrem Kind.

Austausch und Vernetzung in der Gruppe

Ergänzend zu den wöchentlichen Spielbesuchen wurden die Spieltreffs als Gruppenangebot entwickelt. Konzeptionell orientiert sich dieses Angebot an den Grundlagen von Spielen zu Hause. Neben der Sensibilisierung der Eltern für die Bedürfnisse ihres Kindes stehen hier insbesondere der Kontakt und die Vernetzung zu anderen Eltern und Angeboten im Fokus. Zusätzlich zu den wöchentlichen Spielkreisen über einen Zeitraum von 15 Wochen sind die Eltern eingeladen, an Inputveranstaltungen zu pädagogischen Themen teilzunehmen.

Wer ist beteiligt?

Die Spielbesuche werden von Studierenden einschlägiger (Fach-)Hochschulen durchgeführt. Mentor*innen in den SOS-Einrichtungen leiten die Spielbegleiter*innen professionell an und reflektieren mit ihnen ihre Rolle und ihre Erfahrungen aus dem aufsuchenden Angebot. Neben einem direkten Theorie-Praxis-Transfer haben die Studierenden in diesem Setting die Gelegenheit, ihr Wissen zu vielfältigen pädagogischen Themen zu erweitern, etwa zur kindlichen (Spiel-)Entwicklung, Bindung, Kommunikation mit den Eltern, etc. Außerdem lernen sie, die pädagogische Arbeit zu dokumentieren, was für ihre spätere pädagogische Praxis hilfreich sein kann. Die Spieltreffs in den SOS-Einrichtungen werden von den Mentor*innen, also ausgebildeten pädagogischen Fachkräften, selbst durchgeführt.

Förderung

Aktuell ist SOS-Kinderdorf an 9 Standorten mit diesen Angeboten präsent. Durch die langjährige und starke Kooperation mit der Generali-Stiftung "The Human Safety Net" sind wir in der Lage, die Angebote auszubauen und noch mehr Eltern frühzeitig zu erreichen. Dafür herzlichen Dank!
 
Titelbild: © Heiko Müller für SOS-Kinderdorf e.V.