Erziehungsstellen
Mit den SOS-Erziehungsstellen wurde der familiäre Ansatz, der auch in den Wohngruppen und Kinderdorffamilien gelebt wird, weiterentwickelt: Hier finden jeweils 1 bis 2 Kinder, die langfristig in der Kinder- und Jugendhilfe aufgenommen werden müssen, im familiären Rahmen ein neues Zuhause. Die Besonderheit: Die pädagogischen Fachkräfte aus dem Landkreis Osterholz nehmen die jungen Menschen dauerhaft in ihren eigenen vier Wänden auf. Der eigene Wohnsitz ist gleichermaßen Zuhause und Arbeitsort.
Im SOS-Familiennetz bilden unterschiedlichste Lebensgemeinschaften und -modelle den professionellen Rahmen, um den ihnen anvertrauten Kindern einen sicheren Ort liebevolles Aufwachsen zu ermöglichen: Sowohl gemischt- als auch gleichgeschlechtliche Paare (mit oder ohne leibliche Kinder), Alleinerziehende und Einzelpersonen können Erziehungsstelle sein. Wichtigste Grundvoraussetzung: Mindestens ein Familienmitglied hat eine fachliche pädagogische Ausbildung. Diese berufliche Qualifikation ist wesentlich, um die oftmals stark belasteten Kinder auf geeignete Weise begleiten, stärken und individuell fördern zu können. Rückhalt und Unterstützung finden die Erziehungsstellen dabei durch die enge Vernetzung mit der Bereichsleitung, dem SOS-Fachdienst und Entlastungsstellen.

