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Offene und mobile Jugendarbeit

Begleitung, Beteiligung und Unterstützung für junge Menschen

Die offene und mobile Jugendarbeit unterstützt junge Menschen in ihrem Alltag.
Offene Treffpunkte bieten Raum für Begegnung, Mitgestaltung und gemeinsame Aktivitäten.
Die mobile Jugendarbeit erreicht Jugendliche direkt in ihrem Umfeld.
Beide Angebote fördern Selbstständigkeit, stärken soziale Fähigkeiten und bieten verlässliche Ansprechpersonen.

Offene Jugendarbeit

Ziele der offenen Jugendarbeit sind Partizipation, Selbstständigkeit und soziale Integration von Kindern und Jugendlichen von 9 bis einschließlich 26 Jahren.
Es entsteht ein Begegnungsraum, in dem Erlebnis- und Erfahrungshorizonte erweitert werden.
Rechtsgrundlagen: SGB VIII (§ 11 Jugendarbeit, § 13 Jugendsozialarbeit) sowie Kooperationsverträge mit den Gemeinden.

Angebote der offenen Jugendarbeit

  • Offener Treff
  • Jugendbeteiligung
  • Gendersensible Gruppenarbeit
  • Beratung und Individualhilfe
  • Präventionsprogramme
  • Projektarbeiten
  • Erlebnispädagogische Angebote
  • Sportaktionen
  • Ferienprogramme
  • Angebote zur Berufsorientierung

Mobile Jugendarbeit

Die mobile Jugendarbeit ist ein Arbeitsfeld der Jugendarbeit (§ 11 SGB VIII) und der Jugendsozialarbeit (§ 13 SGB VIII).
Zielgruppe: Jugendliche und junge Erwachsene 14–26 Jahre, besonders jene in schwierigen Lebenslagen.
Ziel ist es, Lebenssituationen benachteiligter junger Menschen zu verbessern und ihre Persönlichkeitsentwicklung zu fördern.

Arbeitsformen der mobilen Jugendarbeit:


Unsere Prinzipien:

Lebenswelt/Sozialraum

Der Sozialraum ist der Ort, an dem ein Mensch lebt, die Bedingungen in seinem Umfeld und die Beziehungen, die ihm wichtig sind. Durch die Nutzung sozialer Medien ergibt sich ein virtueller Sozialraum, weil dort Begegnung stattfindet.

Freiwilligkeit

Das Prinzip der Freiwilligkeit bedeutet, dass junge Menschen selbst entscheiden können, ob und wie oft sie Angebote nutzen. Eine verpflichtende Teilnahme wie in der Schule gibt es nicht. Die jungen Menschen können während der offenen Angebote jederzeit freiwillig kommen und gehen.

Offenheit

Das Prinzip der Offenheit bedeutet, dass alle jungen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht und ihrer Religionszugehörigkeit Zugang zu Angeboten haben.

Gender-Sensibilität

Gendersensible Arbeit erkennt an, dass Geschlecht und Identität vielfältig sind und Wertschätzung erfahren sollten. Sie setzt sich dafür ein, Gleichberechtigung zu fördern. Parallel bedeutet gendersensible Arbeit auch, exklusive Gruppenangebote für Mädchen* und Jungen* anzubieten, um sichere Rückzugsräume zu schaffen.

Partizipation

Die jungen Menschen können aktiv mitbestimmen, welche Angebote sie sich wünschen und welche Themen für sie wichtig sind. Durch Partizipation erleben die jungen Menschen Selbstwirksamkeit und lernen demokratische Prozesse kennen.

Einzelfallhilfe

Einzelfallhilfe bezeichnet eine individuelle Unterstützung, bei der junge Menschen in ihrer Lebenssituation beraten, begleitet oder gefördert werden. Hierbei sollen Problemlösung und Selbstständigkeit gestärkt werden. Die Schweigepflicht spielt eine zentrale Rolle.

Streetwork

Streetwork bedeutet, dass pädagogische Fachkräfte aktiv dort hingehen, wo sich junge Menschen aufhalten, etwa auf öffentlichen Plätzen, in Parks oder an Treffpunkten im Stadtteil. So erreichen sie junge Menschen, die nicht von selbst zu Beratungsstellen oder anderen Angeboten kommen würden.

Cliquenarbeit

Cliquenarbeit bedeutet, dass pädagogische Fachkräfte mit bestehenden Jugendgruppen arbeiten. Sie begleiten die jungen Menschen in ihrem Zusammenleben, unterstützen bei Konflikten, helfen bei gemeinsamen Projekten und stärken die Gruppe als positives soziales Umfeld.

Gemeinwesenarbeit

Gemeinwesenarbeit setzt sich dafür ein, das Umfeld von jungen Menschen aktiv zu verbessern. Dazu wird mit Vereinen, Schulen, Bürger*innen und der Politik zusammengearbeitet. Ziel ist es, öffentliche Räume, Angebote und Beteiligungsmöglichkeiten zu schaffen, die junge Menschen ernst nehmen und ihnen echte Teilhabe ermöglichen.