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Zivilcourage zeigen – aber wie?
04. Juli 2025
Workshops in den 8. Klassen des Faust-Gymnasiums Staufen
Was tun, wenn jemand im Bus bedrängt wird? Wie kann ich helfen, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen? Und warum ist Wegschauen manchmal schlimmer als ein klares "Stopp"?
Diese und viele weitere Fragen standen im Mittelpunkt von spannenden Workshops zur Zivilcourage, die die Bundespolizei gemeinsam mit unserer Schulsozialarbeiterin Mariann Vaskó in den achten Klassen des Faust-Gymnasiums Staufen durchgeführt hat.
Konflikte werden häufig sichtbar im öffentlichen Raum ausgetragen. Daher ist es sehr wichtig, junge Menschen für respektvolles Miteinander, Verantwortung und mutiges Eingreifen zu sensibilisieren. In den Workshops lernten die Jugendlichen anhand praxisnaher Beispiele aus dem öffentlichen Personennahverkehr, wie sie in heiklen Situationen angemessen reagieren können. Dabei ging es nicht um Heldenmut, sondern um realistische Handlungsoptionen: Hilfe holen, andere Passantinnen und Passanten ansprechen, Grenzen setzen – ohne sich selbst zu gefährden. Rollenspiele halfen dabei, eigene Hemmungen zu erkennen und zu überwinden.
Besonders eindrücklich waren die klaren Botschaften von Thomas Schlageter von der Bundespolizei, der mit all seiner Erfahrung und viel Fingerspitzengefühl aufzeigte, wie wichtig schon kleine Zeichen der Solidarität sein können. Ob durch einen einfachen Blickkontakt oder ein unterstützendes Wort – Zivilcourage beginnt im Kleinen.
Am Ende der Workshops war klar: Zivilcourage ist lernbar – und sie beginnt mit Haltung.
„Ich dachte immer, man muss sich richtig dazwischenwerfen. Jetzt weiß ich, dass es auch andere Möglichkeiten gibt“,
sagte eine Schülerin im Abschlusskreis. Die Workshops haben genau dort gewirkt, wo es am wichtigsten ist – im Denken und Fühlen der Jugendlichen.