Kinderschutz und Unrechtshandlungen
Kinderschutz und Umgang mit Unrechtshandlungen bei SOS-Kinderdorf

Kinderschutz und Umgang mit Unrechtshandlungen

Kinderschutz ist ein zentrales Anliegen im SOS-Kinderdorf e.V. und hat höchste Priorität. Unser Ziel ist es, Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in all unseren Angeboten – von stationären Wohngruppen bis hin zu offenen Treffs – stets einen sicheren Ort zu bieten. Um dieses Ziel zu erreichen, setzen wir uns deutschlandweit intensiv dafür ein, unsere Kinderschutzmaßnahmen systematisch zu stärken und weiterzuentwickeln. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Engagements ist der „Aktionsplan Kinderschutz: Kinder und Jugendliche gemeinsam schützen“, der in allen deutschen SOS-Kinderdörfern umgesetzt wird.
In unserem SOS-Kinderdorf Kaiserslautern steht der Kinderschutz seit unserer Gründung vor mehr als 50 Jahren an erster Stelle. Mit der Erweiterung unserer Einrichtung durch das Familienhilfezentrum, einer der rheinland-pfälzischen Kinderschutzdiensten, haben wir unsere Bemühungen weiter verstärkt den Schutz unserer Betreuten sicherzustellen. Bei uns wird Kinderschutz nicht nur als Konzept verstanden und in einem Ordner abgeheftet, sondern täglich vor Ort gelebt und stetig weiterentwickelt.
Unser Kinderschutzkonzept sorgt dafür, dass Kinder sicher aufwachsen, Grenzen gewahrt werden und Mitarbeitende verantwortungsvoll handeln. Die folgenden Bausteine zeigen, wie wir dies in unserer täglichen Arbeit sicherstellen:
  1. Familienhilfezentrum (FHZ)
    Das FHZ ist eine zentrale Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche, Eltern und Fachkräfte bei Fragen oder Sorgen rund um Kinderschutz. Es bietet Beratung, Unterstützung und präventive Angebote und arbeitet eng mit Schulen, Kitas und Behörden zusammen.
  2. Selbstverpflichtung
    Alle Mitarbeitenden verpflichten sich schriftlich zu einem achtsamen, respektvollen und grenzachtenden Umgang mit Kindern und Jugendlichen.
  3. Beschwerdesystem (WABBI)
    Kinder und Jugendliche können Wünsche, Anregungen oder Beschwerden frei äußern – anonym oder persönlich. Das System wurde gemeinsam mit Jugendlichen entwickelt.
  4. Schulungen & E-Learnings
    Leitungskräfte und Mitarbeitende werden regelmäßig zu Themen wie Kinderschutz, Grenzachtung und Prävention geschult.
  5. Beratung (BUGS)
    Eine deutschlandweite, anonyme Anlaufstelle für SOS-Mitarbeitende bei Unsicherheiten im pädagogischen Alltag.
  6. Sexualpädagogik & Prävention
    Förderung positiver Sexualerziehung und respektvollen Umgangs mit Nähe und Distanz; u. a. durch den Materialkoffer SEXpertenbox.
  7. Kinderschutzfachkraft
    Es gibt eine geschulte Kinderschutzfachkraft, die
    Ansprechperson für alle Fragen rund um Kinderschutz ist und die Prozesse koordiniert.    
  8. Beteiligung von Kindern & Jugendlichen
    Kinder und Jugendliche werden aktiv in Prozesse, die Erstellung von Regeln, Rückmeldungen und vieles mehr einbezogen.    
  9. Evaluation & Weiterentwicklung
    Alle Maßnahmen werden regelmäßig überprüft, reflektiert und weiterentwickelt.
  10. Personalauswahl & Personalentwicklung
    Kinderschutz spielt bei Bewerbung, Einstellung und im Arbeitsalltag durchgehend eine zentrale Rolle.
Seit über fünf Jahrzehnten setzen wir uns im SOS-Kinderdorf Kaiserslautern mit vollem Engagement für den Schutz und das Wohlergehen der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen ein. Durch unser kontinuierliches Bestreben, unsere Schutzkonzepte zu überprüfen und weiterzuentwickeln, stellen wir sicher, dass Kinderschutz bei uns immer höchste Priorität hat.

SOS-Kinderdorf unterstützt die Kampagne "Kein Raum für Missbrauch"

Das Wohlergehen und der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor jeglicher Art von (sexualisierter) Gewalt innerhalb sowie außerhalb unserer Einrichtungen ist dem SOS-Kinderdorf e.V. ein wichtiges Anliegen, dem wir nicht zuletzt durch die Unterstützung der Kampagne der Bundesregierung "Kein Raum für Missbrauch" Ausdruck verleihen möchten. SOS-Kinderdorf fördert die Sensibilisierung gegenüber sexuellen Übergriffen und Gewalt und trifft in seinen Einrichtungen die erforderlichen Maßnahmen, um Kinder und Jugendliche zuverlässig davor zu schützen.