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Krieg in der Ukraine
So hilft SOS-Kinderdorf Menschen in und aus der Ukraine

SOS-Kinderdorf in der Ukraine

Über ein Jahr Krieg in der Ukraine

Der Krieg in der Ukraine bedeutet für unzählige Kinder und Familien unermessliches Leid. Sie haben Schreckliches wie den Tod von Angehörigen, die Zerstörung ihrer Häuser und den Verlust der Heimat erlebt. Das Leben und Wohlergehen von Millionen ukrainischer Kinder ist bedroht. Seit Kriegsausbruch am 24.02.2022 mussten viele Kinder aus ihrer Heimat fliehen. Sie brauchen weiterhin Schutz und langfristige humanitäre Hilfe. SOS-Kinderdorf hilft vor Ort, in europäischen SOS-Programmen und in Deutschland. 
Hier erhalten Sie einen Einblick, wie SOS-Kinderdorf den Menschen aus der Ukraine konkret hilft. Und was wir seit Beginn des Kriegs erreicht haben – auch dank der Spenden unserer Unterstützer!

Ukraine-Hilfe

Das haben wir bisher erreicht

Kindern und Bezugspersonen hat SOS-Kinderdorf mit seinen Hilfsmaßnahmen bereits insgesamt geholfen.

Mitarbeitende aus der Ukraine erhielten Hilfe beim Umzug in sichere Gebiete.

Kinder und Erwachsene erhalten in europäischen Ländern Unterkunft, materielle und psychosoziale Unterstützung sowie medizinische Versorgung.
„Wir bleiben weiter in der Ukraine, trotz des Kriegs und der Verwüstungen. Wir unterstützen Familien, damit jedes Kind in einem liebevollen Umfeld aufwächst.“
Serhii Lukashov, Nationaler Direktor von SOS-Kinderdorf in der Ukraine

So hilft SOS-Kinderdorf

Unmittelbar nach Kriegsausbruch starteten die humanitären Hilfsmaßnahmen:
  • die Evakuierung und der Transport von Kindern und Familien in sichere Gebiete,
  • die Unterbringung in Notunterkünften und die Einrichtung kinderfreundlicher Räume,
  • die Versorgung mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Bargeld und Decken, medizinische Hilfe sowie
  • psychologische und psychosoziale Unterstützung aufgrund der traumatischen Erlebnisse.
Nach dieser Soforthilfe konzentrieren wir uns inzwischen vor allem auf langfristige Unterstützung.
Auch für seine Mitarbeitenden stellt SOS-Kinderdorf psychologische Betreuung bereit. Außerdem hat SOS-Kinderdorf ein „Mutter-Kind-Zentrum“ in Lwiw für schwangere Frauen und Mütter mit Kleinkindern auf der Flucht eröffnet sowie mobile Teams für psychosoziale Unterstützung geschaffen. In fünf neu gegründeten Sozialzentren, u.a. in Lwiw, Uschhorod und Iwano-Frankiwsk, erreichen wir Kinder und Betreuungspersonen in der Ukraine mit Freizeitaktivitäten, Selbsthilfegruppen, Lebensmitteln und Medikamenten.
Und auch nach den hoffentlich bald endenden Kriegshandlungen wird SOS-Kinderdorf vor Ort sein und die in Not geratenen Menschen langfristig unterstützen. Im Fokus stehen dabei unbegleitete Kinder ohne elterliche Fürsorge, Kinder, die Gefahr laufen von ihren Familien getrennt zu werden, sowie alleinerziehende Mütter.
 
Auch in anderen europäischen Ländern haben geflüchtete Kinder und Familien ein neues Zuhause gefunden. SOS-Kinderdorf hat ihnen Unterkünfte vermittelt oder sie in SOS-Einrichtungen untergebracht. Sie erhalten dort materielle Unterstützung sowie medizinische und psychosoziale Betreuung. Die Kinder nehmen über das Internet am Unterricht in der Heimat teil oder SOS-Kinderdorf meldet sie in örtlichen Schulen und Kindergärten an. Ihren Eltern helfen wir dabei, eine Arbeit zu finden.
Damit traumatisierte Kinder die schlimmen Erlebnisse verarbeiten und die Schrecken des Kriegs für eine Weile hinter sich lassen können, hat SOS-Kinderdorf im Westen der Ukraine insgesamt fünf Sommercamps zur psychologischen Rehabilitation veranstaltet. Auch das SOS-Feriencamp Caldonazzo in Italien öffnete wie bereits 2022 auch 2023 für Familien, die wegen des Kriegs aus der Ukraine flüchten mussten. Für sie sind die Ferien am See eine Möglichkeit, sich zu erholen und trotz allem ein paar unbeschwerte Tage zu erleben.
Über eine Million Ukrainer flohen nach dem Beginn des Kriegs aus ihrer Heimat nach Deutschland. Viele davon sind Kinder. Hier stehen die geflohenen Familien jetzt vor der schweren Aufgabe, sich ihr Leben in einem fremden Land neu aufzubauen. Damit dieser Neustart in Deutschland so gut wie möglich gelingt, bietet SOS-Kinderdorf landesweit verschiedene Hilfen für Geflohene aus der Ukraine an.
So stellen einige SOS-Einrichtungen kurz-und langfristig Wohnraum für Frauen, Kinder und Familien bereit. Hier können die Familien zur Ruhe kommen und sich in ihrer neuen Umgebung einleben. Außerdem bietet SOS-Kinderdorf vielerorts psychologische Hilfe und die Begleitung durch Dolmetscher und SOS-Mitarbeiter im Alltag an. So können sie die Schrecken des Krieges verarbeiten und notwendige Erledigungen wie beispielsweise das Einkaufen, Arzt- oder Behördenbesuche werden erleichtert. In den SOS-Familienzentren können Ukrainer außerdem verschiedene Angebote wie offene Treffs, Mittagstische oder Deutschkurse kostenlos wahrnehmen. Für viele sind diese Treffs auch eine gute Gelegenheit andere Ukrainer kennenzulernen und sich so auch in der Fremde weniger allein zu fühlen. 

12.603 geflüchtete Kinder und Bezugspersonen sind in SOS-Programmen außerhalb der Ukraine in Betreuung

Ein Zuhause in der Ferne

Nach einem Jahr Krieg ist es Nataliyas großer Wunsch, in die Ukraine zurückzukehren. Derzeit lebt sie im SOS-Kinderdorf in Rumänien. Dort hat die Mutter von zwei Kindern ein neues Zuhause gefunden.

Weltweite Auswirkungen


SOS-Kinderdorf in der Ukraine

In den 1990er-Jahren nahmen mehrere ukrainische Hilfsorganisationen, die Familien und Kinder in Not unterstützen, mit SOS-Kinderdorf Kontakt auf, in der Hoffnung, dass auch wir in der Ukraine unsere Tätigkeit aufnehmen. 2003 eröffnete SOS-Kinderdorf ein Büro in Kiew und im selben Jahr starteten wir ein Familienstärkungsprogramm. 2009 konnte das erste ukrainische SOS-Kinderdorf in Browary eröffnet werden. Dort finden seither Kinder ohne elterliche Betreuung in einer der SOS-Kinderdorffamilien ein liebevolles Zuhause.
SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in der Ukraine durch SOS-Pflegefamilien, Jugendwohngruppen, die SOS-Familienstärkung sowie das Nothilfeprogramm.
Allgemeiner Hinweis
Im Ausnahmefall kann es nach öffentlichen Spendenaufrufen zu einem bestimmten Zweck zu der Situation kommen, dass für den konkreten Spendenzweck entweder zu viel Geld gespendet wurde oder wegen der projektbezogenen äußeren Umstände die Gelder nicht oder nicht zeitnah für den konkreten Spendenzweck eingesetzt werden können. Diese werden dann für ein vergleichbares Projekt, jedenfalls aber für satzungsmäßige Zwecke eingesetzt.

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