Warum SOS-Kinderdorf in Nordzypern tätig ist
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren machen rund 20 Prozent der zypriotischen Bevölkerung aus. Die politische Situation in Zypern hat erhebliche Auswirkungen auf das Leben der dort lebenden Kinder. Von Hindernissen bei der Erlangung der Staatsbürgerschaft bis hin zu fehlenden internationalen Finanzmitteln für bestimmte Projekte können Kinder ihrer Rechte beraubt werden. Kinder, die in Armut leben, und Kinder mit Behinderungen brauchen besondere Unterstützung.
Kinderarmut
Fast 15 Prozent der Bevölkerung in Nordzypern ist von Armut bedroht. Kinder jedoch unverhältnismäßig stark: 20 Prozent der unter 18-Jährigen sind armutsgefährdet. Das Armutsrisiko ist höher für Haushalte, die von Alleinerziehenden geführt werden oder in denen die Eltern nicht erwerbstätig sind. Bei Kindern, die in Armut geboren werden, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie mit einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen konfrontiert und sozial ausgegrenzt werden.
Bildung
Die Arbeitslosenquote in Zypern ist aufgrund finanzieller und politischer Probleme im Land relativ hoch und liegt bei fast zehn Prozent. Bei Jugendlichen ist die Zahl sogar noch höher. Jugendliche, die keine Arbeit haben, fühlen sich weniger wohl und sind stärker sozial isoliert. Das schränkt ihre derzeitigen und künftigen Beschäftigungsaussichten ein.